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Der Sänger Tim Bendzko.

Der Sänger Tim Bendzko. © Jens Kalaene/Archiv

Freizeit

Niedersachsen-Tag: Sicherheitsvorkehrungen deutlich erhöht

Alle zwei Jahre zeigt sich das Land beim Tag der Niedersachsen von seiner besten Seite. Am Wochenende ist Wolfsburg zum dritten Mal Ausrichter. Mehr als 300 000 Besucher werden erwartet. Die Sicherheitsvorkehrungen sind deutlich höher als in den Vorjahren.

Wolfsburg. Seit einem knappen Jahr bereitet sich Wolfsburg auf einen Besucheransturm vor, wie ihn die Stadt selten erlebt: Von Freitag an findet dort der 35. Tag der Niedersachsen statt. Für das Festwochenende rechnen die Organisatoren mit mehr als 300 000 Besuchern, was die Veranstaltung auch mit Blick auf die Sicherheit zu einer Herausforderung macht.

"Wir fiebern jetzt alle der Eröffnung der Festmeile am Freitag entgegen", sagt Dennis Weilmann, der für die Organisation mitverantwortlich ist. "Viele Menschen im Land lieben dieses Fest und freuen sich auf die traditionellen Bestandteile."

Der große Trachten- und Festumzug zum Abschluss am Sonntag gehöre ganz sicher zu den Höhepunkten. Bei dem Umzug ziehen nach Angaben des Landestrachtenverbands rund 2100 Teilnehmer in etwa 100 Gruppen aus dem ganzen Land durch die Stadt. Der NDR plant eine Live-Übertragung des Umzugs ab 16 Uhr.

Wolfsburg will nach Angaben von Organisator Weilmann auch die Gelegenheit nutzen, um die Themen E-Mobilität und Digitalisierung für die Besucher erlebbar zu machen.

Musikalische Highlights dürften die Auftritte von Tim Bendzko und Johannes Oerding werden, auch die Youtube-Stars "Die Lochis" kommen. Rund 6000 größtenteils ehrenamtliche Helfer wirkten an der Gestaltung des Programms mit. Auf der 1,7 Kilometer langen Festmeile zwischen Planetarium und Autostadt gibt es neun Bühnen und rund 200 Stände von Vereinen und Verbänden.

Der Sicherheitsaspekt ist beim Tag der Niedersachsen nach den jüngsten Terror-Attacken deutlich stärker im Fokus als noch vor zwei Jahren. Mehrere Hundert Polizisten sollen für die Sicherheit der Besucher sorgen. Rund um das Gelände wird es Verkehrssperren geben, außerdem soll die Veranstaltung durch ein Kamerasystem videoüberwacht werden.

Die Wolfsburger Polizei betont, dass es keine Anhaltspunkte für eine konkrete Gefährdung des Festes gibt. Die Maßnahmen dienten der Erhöhung des subjektiven Sicherheitsgefühls und dem frühzeitigen Erkennen von Gefahrensituationen.

Zudem werden auch Lkw-Sperren mit Großfahrzeugen und tonnenschweren, mit Kies gefüllten Plastiksäcken errichtet. Mit dieser Vorgehensweise hätten etwa die Veranstalter der Kieler Woche gute Erfahrungen gemacht, sagt Polizeisprecher Sven-Marco Claus.

"Für mögliche Angriffe etwa mit Kleintransportern ist diese Lösung praktikabel. Auch wenn es natürlich keine hundertprozentige Sicherheit gibt", sagt Eckhard Scholz vom Institut für Maschinenbau an der Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur. Entscheidend sei ein ausreichend großer Abstand hinter diesen Sperren. In der Forschung werde derzeit mit Hochdruck an effizienten Lösungen gearbeitet.

Nach Auffassung des Experten gehen die Wolfsburger sensibel mit dem Thema um. "Die ersten Sperren, die nach Angriffen wie in Berlin eingerichtet wurden, waren noch reichlich naiv", meint Scholz.

Das Landesfest findet nach 1983 und 2005 zum dritten Mal in Wolfsburg statt und soll am Samstag (11.00 Uhr) von Ministerpräsident Stephan Weil und Oberbürgermeister Klaus Mohrs offiziell eröffnet werden. Der nächste Tag der Niedersachsen findet 2019 Wilhelmshaven statt - dort fällt das Fest dann mit dem 150. Geburtstag der Stadt zusammen.

dpa


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