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KZ-Gedenkstätte Moringen.

KZ-Gedenkstätte Moringen. © Holger Hollemann/Archiv

Geschichte

Neu gestaltete Gedenkstätte erinnert an KZ Moringen

Mehr als zwei Jahrzehnte nach ihrer Eröffnung ist die KZ-Gedenkstätte in Moringen im Kreis Northeim neu gestaltet worden. Die Ausstellung zur Geschichte der in Moringen von den Nazis betriebenen Konzentrationslager sei neu konzipiert und multimedial aufbereitet worden, sagte am Freitag der Leiter der Gedenkstätte, Dietmar Sedlaczek.

Moringen. Die Mittel dafür in Höhe von knapp 120 000 Euro stammen von der Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten.

Umgestaltet wurde auch der Eingangsbereich der ehemaligen Kommandantur des KZ Moringen. "Es handelt sich um jenen Raum, den viele Häftlinge unmittelbar nach ihrer Ankunft im Lager betreten haben", sagte Sedlaczek. "Hier erlebten sie das erste Mal gewaltsame Rituale der Bewacher und der SS, hier begann der Prozess der Entpersönlichung der Häftlinge - die Reduktion des Menschen auf eine Nummer."

Das 1933 eingerichtete KZ Moringen war eines der ersten der NS-Diktatur. Dort wurden politische Oppositionelle sowie rassisch und religiös Verfolgte interniert. Von 1940 bis 1945 betrieben die Nazis in Moringen ein sogenanntes Jugendschutzlager, in dem männliche Jugendliche inhaftiert waren.

Die 1993 eröffnete Gedenkstätte dokumentiert die Geschichte der Konzentrationslager. Die Einrichtung wird vor allem von Schulklassen besucht. Zudem organisiert die Gedenkstätte zahlreiche Veranstaltungen. Auf dem ehemaligen KZ-Gelände befindet sich heute das Maßregelvollzugszentrum Niedersachsen.

dpa


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