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Hans-Peter Bartels.

Hans-Peter Bartels. © Rainer Jensen/Archiv

Verteidigung

Nach Tod bei Bundeswehr-Marsch: Bartels fordert anderen Ton

Nach dem Tod eines Bundeswehrsoldaten bei einem Marsch hat der Wehrbeauftragte der Bundesregierung, Hans-Peter Bartels, sich kritisch geäußert: "Geländeausbildung darf nicht auf der Intensivstation enden!", sagte Bartels in einem Interview mit der Nordwest-Zeitung (Samstag).

Hannover. Die Ermittlungen zu dem Fall seien noch nicht abgeschlossen. Es müsse noch geklärt werden, "ob wirklich nur schlechte Entscheidungen zu beklagen sind oder doch Schikane und ein Versagen von Vorgesetzten". Es habe etwa Beschwerden gegeben, das Vorgesetzte mit ihrem Befehlston eher Druck aufgebaut hätten.

Es stelle sich "die Frage, ob die Soldaten wussten, dass sie den Marsch jederzeit hätten abbrechen können, ohne dass dies Folgen für ihren weiteren Weg in der Bundeswehr gehabt hätte", so Bartels. Die Grundausbildung solle zwar fordernd, aber auch zeitgemäß sein und der Ton müsse stimmen.

Am 19. Juli waren bei Märschen in Munster vier Offiziersanwärter kollabiert. Einer von ihnen starb zehn Tage später. Ein zweiter Soldat liegt noch auf der Intensivstation. Die vier Soldaten hatten einen Hitzschlag erlitten. Zwei weitere Soldaten waren an dem Tag den Angaben zufolge "kurzzeitig nicht ansprechbar".

Die Bundeswehr räumte zwar Fehler ein, betonte aber, eine "eindeutige Ursache" für diese Häufung könne nicht benannt werden. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte am Freitag die interne Untersuchung zum Tod eines Soldaten bei einem Übungsmarsch gelobt. In dem Bericht zeichnete sich ihren Worten nach "trotz einiger beanstandeter Verhaltensweisen und widrigen Umständen keine klare singuläre Ursache" für den Tod des Soldaten ab.

dpa


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