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Niedersachsen Nach Not-OP: Angeschossener Rocker außer Lebensgefahr
Nachrichten Niedersachsen Nach Not-OP: Angeschossener Rocker außer Lebensgefahr
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19:20 28.08.2018
Polizisten stehen neben dem Auto auf dem Millerntorplatz, nachdem Schüsse gefallen waren. Quelle: dpa
Hamburg

Der in der Nacht zum Montag auf St. Pauli in seinem Bentley angeschossene Rocker ist außer Lebensgefahr. Der 38-Jährige habe aber noch nicht vernommen werden können, sagte eine Sprecherin der Hamburger Polizei am Dienstag. Der oder die Täter sind weiter auf der Flucht. Nach Medienberichten handelt es sich bei dem Verletzten um den Hamburger Boss der Hells Angels. Die Rockervereinigung ist in der Hansestadt seit 1983 verboten.

Hintergründe der Tat unklar

Der 38-jährige Deutsche hatte kurz vor Mitternacht an einer roten Ampel vor dem Millerntorplatz an der Reeperbahn gehalten, als aus einem anderen Fahrzeug heraus auf ihn geschossen wurde. Er sei von mehreren Schüssen getroffen und schwer verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der Rocker hatte allein in seinem Auto gesessen. Eine Sofortfahndung nach den Tätern war ergebnislos geblieben.

Die Hintergründe der Tat sind noch völlig unklar. Die Ermittlungen und die Spurenauswertung dauern an. Das Auto des Verletzten, ein weißer Bentley mit zahlreichen Blutspuren am unteren Türholm, wurde als Beweismittel sichergestellt. Zeugen, die zur Tatzeit am Millerntorplatz etwas beobachtet haben, sollten sich bei der Polizei melden, auch wenn ihnen die Beobachtung unwichtig erscheine, sagte die Polizeisprecherin.

Mordkommission ermittelt

Die Ermittlungen werden von der Mordkommission und dem LKA 65 geführt. Zu der Dienststelle für organisierte Kriminalität im Rocker- und Rotlichtmilieu gehört auch die Soko Rocker, die Anfang 2016 gegründet worden war. Kurz zuvor war ein Konflikt zwischen den Hells Angels und den rivalisierenden Mongols eskaliert. Die Mongols gelten in Hamburg seit mehr als zwei Jahren als aufgelöst.

In Husum gibt es dagegen weiterhin einen Mongols-Club. Am Rande einer Rennveranstaltung war es dort am 19. August zu einer Schlägerei gekommen, an der sich nach Polizeiangaben neben Mongols auch Hells Angels beteiligten. Dabei wurden drei Menschen schwer verletzt.

Von RND/dpa

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