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Kriminalität

Nach Doppelmord: Verdächtiger könnte in Psychiatrie kommen

Ein unter Mordverdacht stehender 25-Jähriger wird möglicherweise in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht statt eine lebenslange Haftstrafe abzusitzen.

Hannover. Staatsanwältin Kathrin Söfker sagte am Mittwoch, dass die Staatsanwaltschaft Hannover beim Landgericht einen Antrag im Sicherungsverfahren gestellt habe. Darüber hatten mehrere Medien berichtet.

Hintergrund: Der Mann, der im April eine 27-Jährige in der Südstadt und einen 23 Jahre alten Bekannte mit Messerstichen getötet haben soll, ist einem Gutachter zufolge psychisch krank. Er hört demnach regelmäßig Stimmen und fühlt sich verfolgt. Das hatte sein Verteidiger Jörg Salzwedel auch schon kurz nach den Taten erklärt. Das Gefühl, beobachtet und verfolgt zu werden, sei der Grund gewesen, warum er ständig ein Messer bei sich trug. Der Mann verbrachte nach seiner Festnahme einige Tage in Untersuchungshaft, bevor er in eine Klinik kam.

Der Gutachter bescheinigte dem Syrer eine Schuldunfähigkeit. "Aufgrund einer schweren psychiatrischen Erkrankung habe er sich während der Taten in einem Zustand befunden, in dem ihm die Einsichtsfähigkeit in sein Handeln gefehlt hat", erklärte Söfker. Jemand, der nicht schuldfähig ist, könne nicht verurteilt werden. Ein Richter könne jedoch entscheiden, dass eine lebenslange Haftstrafe, die ihm bei Mord droht, in einen Aufenthalt in einem psychiatrischen Krankenhaus umgewandelt wird. Ein genauer Termin für den Prozess steht nach Angaben des Landgerichts derzeit noch nicht fest.

dpa


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