Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Nabu-Segeltour: Meeresschutzgebiete besser schützen
Nachrichten Niedersachsen Nabu-Segeltour: Meeresschutzgebiete besser schützen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:42 15.08.2017
Nabu an Bord des Segelschiffs «Ryvar». Quelle: Bernd Wüstneck
Anzeige
Rostock

Die Naturschutzorganisation Nabu fordert ein strengeres Verbot umweltschädlicher Aktivitäten in Meeresschutzgebieten in Nord- und Ostsee. "Leider ist es so, dass in diesen Schutzgebieten genau das Gleiche stattfindet wie außerhalb der Gebiete auch", sagte der Meeresbiologe und Leiter der Nabu-Meeresschutzabteilung Kim Detloff am Dienstag in Rostock. So dürften in den Gebieten etwa Fische gefangen, Pipelines verlegt oder Sand abgebaut werden. "Wir reden immer von so genannten Paper Parks: den Schutz gibt es nur auf dem Papier", kritisierte Detloff.

Seinen Angaben zufolge sind 45 Prozent der deutschen Nord- und Ostsee als Schutzgebiet ausgewiesen, ein Drittel der dort lebenden Arten gelte als bedroht. "Deshalb fordern wir, dass die Hälfte dieser Schutzgebiete der Natur vorbehalten bleiben muss."

Am Mittwoch wollen die Naturschützer gemeinsam mit Forschern zur zehntägigen Tour "Nabu macht Meer" mit dem Segelschiff "Ryvar" aufbrechen und auf die bedrohte Artenvielfalt aufmerksam machen. Stationen sind Burg/Fehmarn ( 17.8.), Kiel (19.8.), Husum (21.8.), Cuxhaven (23.8) und Hamburg (25.8.)

An Bord sind laut Detloff auch Wissenschaftler der Hochschule Magdeburg-Stendal, die mit einer neuen Methode Mikroplastik im Wasser entlang der Fahrtstrecke untersuchen wollen. Dabei werde Meerwasser durch verschiedene Filter gepumpt und parallel mit einer hydrografischen Sonde verschiedene Wasserwerte erhoben. Zusammen genommen soll dann ein Mikroplastikprofil aus den Daten entstehen, das auch anderen Forschern zur Verfügung gestellt werden soll.

In einem weiteren Projekt befasse sich ein Team des Instituts für technische und angewandte Physik aus Oldenburg (ITAP) mit Unterwasserlärm. Mit einem Hydrophon werde an sechs Standorten in der Nähe von Meeresschutzgebieten der natürliche Hintergrundschall gemessen, der dann mit menschgemachtem Lärm - etwa von Offshore-Windparks, Schiffen oder Häfen - verglichen werde, sagte Detloff. Über die Auswirkungen von dauerhaftem Unterwasserlärm wisse man noch viel zu wenig.

"Pro Jahrzehnt hat sich die Lärmbelastung verdoppelt", erklärte der Meeresbiologe. Dies führe beispielsweise zu Kommunikationsproblemen bei Walen und Delfinen und zu Änderungen des Tauchverhaltens. Die Ergebnisse sollen an den Stationen der Tour präsentiert werden.

dpa

Der am Sonntag auf dem Bahnübergang in Badbergen im Landkreis Osnabrück verunglückte Motorradfahrer ist gestorben. Der 55-Jährige sei am Dienstag seinen schweren Verletzungen erlegen, teilte die Polizei Osnabrück mit.

15.08.2017

Nach dem Insolvenzantrag von Air Berlin muss sich der weltgrößte Reisekonzern Tui wieder Gedanken um seine Tochter Tuifly machen. "Wir sind involviert in die aktuellen Planungen und begleiten sie konstruktiv", sagte ein Tui-Sprecher am Dienstag.

15.08.2017

Ein Gewächshaus mit 130 Cannabis-Pflanzen haben Polizisten im Kreis Stade ausgehoben. Ein Mitarbeiter der Landwirtschaftskammer habe das Gewächshaus entdeckt, als er einen Hof in der Gemeinde Oederquart überprüfen wollte, teilte die Polizei am Dienstag mit.

15.08.2017
Anzeige