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Niedersachsen Moorbrand: Wurden Einsatzkräfte radioaktiv verstrahlt?
Nachrichten Niedersachsen Moorbrand: Wurden Einsatzkräfte radioaktiv verstrahlt?
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12:44 05.10.2018
Der Moorbrand bei Meppen ist noch immer nicht gelöscht. Quelle: dpa
Meppen

Haben die Bundeswehr und der Landkreis Emsland hinsichtlich des Moorbrandes bei Meppen zu früh Entwarnung gegeben? Dies legt ein Bericht der "Neuen Osnabrücker Zeitung" nahe. Demnach untersuchen derzeit Spezialisten das Bundeswehrgelände derzeit auf Quecksilber und radioaktive Strahlung.

Großbrand auf einem Gelände der Bundeswehr in Meppen. Die Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen. Doch die Löscharbeiten sind äußerst schwierig.

Ursache könnten Tests mit DDR- und Nato-Waffen sein

Die Ursache liegt offenbar allerdings bereits länger zurück. Auf dem Waffentestgelände sollen in der Vergangenheit quecksilberhaltige Sprengkörper der DDR-Volksarmee und möglicherweise auch uranhaltige Munition der Nato getestet worden sein. Diese und andere gefährliche Stoffe könnten durch den wochenlangen Brand freigesetzt worden sein. „Die Strahlenmessstelle Süd ist mit dem Auftrag vor Ort, zu überprüfen, ob Einsatzkräfte einer Strahlenbelastung ausgesetzt gewesen sein könnten“, bestätigte ein Sprecher der Bundeswehr entsprechende Informationen der NOZ.

Messungen im Umfeld des Brandes hätten kein Überschreiten von Grenzwerten gezeigt, die auf eine akute Gesundheitsgefahr hindeuten, hieß es in der vergangenen Woche von einem Mitarbeiter des niedersächsischen Innenministeriums.

Bundeswehr übermittelt Messdaten nicht

Niedersachsens Innenministerium wartet allerdings nach wie vor auf Messdaten der Bundeswehr, die vor dem 18. September beim Moorbrand erhoben wurden. „Wir haben die Bundeswehr gebeten, uns Messdaten von vor dem Zeitraum, zu dem starke zivile Kräfte und das Innenministerium eingebunden worden sind, zu übermitteln. Da warten wir noch auf die entsprechende Rückmeldung“, sagte am Freitag der für den Katastrophenschutz zuständige Referatsleiter Mirko Temmler aus dem Innenministerium. Die Anfrage an die Bundeswehr sei am 29. September gestellt worden.

„Gerade in diesem Punkt sehen wir es auch kritisch, dass die Rückmeldung mehrere Tage auf sich warten lässt“, sagte Temmler in Hannover. Noch unklar sei, ob es diese Daten gibt und ob sie auch zur Verfügung gestellt und veröffentlicht werden könnten. Die Einsatz-Kommunikation mit der Bundeswehr sei nach ersten Schwierigkeiten mittlerweile aber spürbar besser geworden.

Moorbrand noch immer nicht gelöscht

Auf dem Gelände der Bundeswehr bei Meppen hatten Raketentests am 3. September einen riesigen Flächenbrand ausgelöst. Bis heute ist die Fläche noch nicht vollständig gelöscht. Tausende Einsatzkräfte der Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks (THW) aus ganz Niedersachsen waren zwischenzeitlich im aufgrund des Moorbrandes im Emsland im Einsatz, unter anderem aus der Landeshauptstadt und der Region Hannover. Auch der Katastrophenfall war für einige Tage ausgerufen. Zeitweise war der Qualm bis Bremen und sogar aus dem Weltall zu sehen.

Von ms/RND/dpa

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