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Niedersachsen Moorbrand: Luftbild zeigt unterirdische Glutnester
Nachrichten Niedersachsen Moorbrand: Luftbild zeigt unterirdische Glutnester
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14:33 25.09.2018
Ein infrarotes Luftbild aus einem Tornado ist über eine normale Luftaufnahme der Bundeswehr gelegt und zeigt die östliche Moorkante aus Blickrichtung West/Ost. Quelle: Luftwaffe/Bundeswehr/dpa
Meppen

Die Bundeswehr hat Infrarot-Aufklärungsfotos veröffentlicht, die die zahlreichen unterirdischen Glutnester beim Moorbrand in Emsland zeigen. Sie wurden bereits am Sonnabend mit einem Tornado über dem Bundeswehrgelände aufgenommen.

Die zahlreichen unterirdischen Glutnester sind als helle Stellen auf der Aufnahme zu erkennen. Am Dienstagnachmittag ist ein weiterer Aufklärungsflug geplant.

Bei dem gezeigten Bild handelt es sich um eine Aufnahme, bei der normales Bild und Infrarot-Aufnahme zusammengefügt wurden.

Großbrand auf einem Gelände der Bundeswehr in Meppen. Die Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen. Doch die Löscharbeiten sind äußerst schwierig.

Oberirdische Feuer inzwischen gelöscht

Die Lage war am Dienstag nach Angaben der Bundeswehr und des Landkreises weiter stabil. Der Wind sei abgeschwächt, auch gebe es keine oberirdischen Feuer. Die Bewohner des Ortes Stavern seien derzeit nicht gefährdet, sagte ein Landkreissprecher. An dem Katastrophenalarm solle aber vorerst festgehalten werden.

Wie lange sich die Löscharbeiten hinziehen werden, ist noch nicht klar. Durch die unterirdische Ausbreitung ist es besonders schwierig, einen Moorbrand zu löschen.

Insgesamt waren am Dienstag 1530 Einsatzkräfte auf dem Bundeswehrgelände im Einsatz; darunter 695 zivile Feuerwehrleute.

Munitionsreste werden gesprengt

Im Zuge der Löscharbeiten wird die Bundeswehr in den nächsten Tagen Munition sprengen. Das teilte ein Sprecher der Wehrtechnischen Dienststelle am Dienstag mit. Das Brandgebiet bei Meppen ist mit Munitionsresten kontaminiert, die erst beseitigt werden müssen, bevor die Feuerwehr den Bereich betreten kann.

Der Brand wurde Anfang September bei einem Raketentest auf dem Bundeswehrgelände ausgelöst. Dabei geriet der Moorboden in Brand. Der Test wurde von einem privaten Helikopter-Unternehmen durchgeführt. Das Land wurde erst zehn Tage nach dem Ausbruch informiert.

Von ewo/RND

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