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Die Justizbehörde mit Landgericht in Göttingen.

Die Justizbehörde mit Landgericht in Göttingen. © Swen Pförtner/Archiv

Prozesse

Mitglieder von Schrott-Mafia kündigen Geständnisse an

Weil sie im großen Stil Altmetall ergaunert haben sollen, stehen seit Montag zwei Mitglieder einer sogenannten Schrott-Mafia vor dem Landgericht Göttingen. Zusammen mit zwei bereits zu Haft verurteilten Komplizen sollen sie jahrelang bei der Abrechnung von Metallschrott betrogen haben.

Göttingen. Ein Unternehmen mit Hauptsitz in Hann. Münden soll so um rund 270 000 Euro gebracht worden sein.

Die Staatsanwaltschaft wirft einem 56 Jahre alten Lkw-Fahrer aus dem Kreis Harburg Betrug in 74 Fällen vor, seine 52-jährige Ehefrau ist wegen 25 Fällen angeklagt. Die beiden kündigten an, Geständnisse ablegen zu wollen. Mit Hilfe manipulierter Container soll die Bande von 2011 bis 2013 auf den Betriebshöfen der Firma in Südniedersachsen und Nordhessen fast 1200 Tonnen Metallschrott ergaunert haben.

Dabei arbeitete sie mit Containern, die mit Metallplatten präpariert waren. Bei der ersten Abholung fuhren die Laster einmal ohne und dann mit Ladung auf die Waage, das so ermittelte Gewicht des Schrotts war Basis für die Abrechnung.

Bei allen weiteren Fahrten verwendeten die Angeklagten normale, leichtere Container. Da die Lkw bei diesen Fahrten nur noch in beladenem Zustand gewogen wurden, konnten sie pro Fuhre jeweils mehr als eine Tonne Schrott abholen, ohne dafür zu bezahlen.

Die beiden Mittäter waren im Mai zu dreieinhalb und zwei Jahren Haft verurteilt worden. Im jetzigen Prozess könnten das Urteil aufgrund einer sogenannten Verständigung milder ausfallen. Bei Geständnissen könnten die Angeklagten mit Bewährungsstrafen rechnen.

dpa


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