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Niedersachsen Guide Michelin: Nur noch ein Drei-Sterne-Restaurant in Niedersachsen
Nachrichten Niedersachsen Guide Michelin: Nur noch ein Drei-Sterne-Restaurant in Niedersachsen
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17:41 26.02.2019
Welche Köche und Restaurants steigen in die Spitzenliga der deutschen Gastronomie auf? Gewinner und Verlierer präsentiert der Guide Michelin mit der Ausgabe 2019. Quelle: dpa
Hannover

Nach der Schließung des „La Vie“ in Osnabrück kann Niedersachsen nur noch mit einem Drei-Sterne-Restaurant im neuen Guide Michelin aufwarten. Das „Aqua“ in Wolfsburg mit Küchenchef Sven Elverfeld bleibt unter den zehn besten Häusern in Deutschland, wie aus der am Dienstag vorgestellten Ausgabe 2019 des Hotel- und Restaurantführers hervorgeht. Der Osnabrücker Küchenchef Thomas Bühner hatte das „La Vie“ im Juli schließen müssen, weil der Betreiber - das Stahlunternehmen Georgsmarienhütte-Gruppe - es nicht länger finanzieren wollte.

In Niedersachsen hat sich kein Restaurant einen neuen Stern erkocht. Das „Sterneck“ in Cuxhaven verlor jedoch einen von zwei Sternen. Das „Endtenfang“ in Celle, das einen Stern getragen hatte, wurde wie das „La Vie“ inzwischen geschlossen. Das mit einem Stern ausgezeichnete „Perior“ in Leer musste ebenfalls zum 1. April 2018 schließen. „Der enorme Fachkräftemangel ist ein bedeutender Grund, warum wir die Gastronomie aufgeben müssen“, teilte der Betreiber und Küchenchef des „Perior“, Christian Richter, auf der noch existierenden Homepage des Gourmet-Restaurants mit.

Die Karte zeigt die Restaurants mit Michelin-Sternen

Übrig bleiben landesweit mit „Keilings Restaurant“ in Bad Bentheim noch ein Zwei-Sterne-Restaurant sowie insgesamt neun Häuser mit einem Michelin-Stern. Bremen kommt in der Übersicht des Gourmet-Führers nicht vor. Bundesweit können sich dagegen immer mehr Restaurants mit Sternen des Guide Michelin schmücken. Die in Berlin vorgestellte Ausgabe führt 309 Gourmet-Restaurants auf, 9 mehr als im Vorjahr. Allerdings überwiegen Häuser mit einem Stern.

Diese niedersächsischen Restaurants haben Michelin-Sterne

Aqua in Wolfsburg (***)

Keilings in Bad Bentheim (**)

Sterneck in Cuxhaven (*)

Gourmet-Restaurant Münchhausen in Aerzen (*)

Ole Deele in Burgwedel (*)

Endtenfang in Celle (*)

Apicius in Bad Zwischenahn (*)

Nr. 4 in Buxtehude (*)

Jante in Hannover (*)

Genießer-Stube in Friedland (*)

La Fontaine in Wolfsburg (*)

Seesteg auf Norderney (*)

Seit 2009 kann sich die Küche des „Aqua“ in Wolfsburg mit Küchenchef Sven Elverfeld durchgehend mit drei Michelin-Sternen schmücken. Quelle: Jan Philipp Eberstein

„Immer mehr junge Köche mit frischen Ideen“

In den vergangenen Jahren hatten sich in der Sterneküche Trends zu mehr vegetarischen Gerichten, regionalen und saisonalen Produkten sowie mehr Lässigkeit im Ambiente entwickelt. „Es gibt immer mehr junge Köche, die frische Ideen haben und neuen Schwung in die deutsche Spitzengastronomie bringen“, sagte der Direktor des Guide Michelin für Deutschland und die Schweiz, Ralf Flinkenflügel, vorab zur Ausgabe 2019.

Seit Jahren wächst die Zahl der ausgezeichneten Restaurants in Deutschland. Die meisten Sterne-Restaurants gibt es in Baden-Württemberg. Weitere Hochburgen des guten Geschmacks stehen Bayern, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Die Metropolen Berlin und Hamburg haben in den vergangenen Jahren aufgeholt.

Was ist der Guide Michelin?

Der Guide MICHELIN gilt als internationale Referenz unter den Hotel- und Gastronomieführern. Die Basis dieses Vertrauens sind seine strengen Bewertungskriterien. Seit 1926 werden die Sterne in die Küchen vergeben. Alle Restaurant-Tester verfügen über eine fundierte Ausbildung und Erfahrung im Hotel- und Gaststättengewerbe und absolvierten zusätzlich ein intensives Training bei Michelin.

Was bedeuten die Michelin-Sterne?

• Ein Stern bedeutet: „Eine Küche voller Finesse – einen Stopp wert!“.

• Zwei Sterne: „Eine Spitzenküche – einen Umweg wert!“

• Drei Sterne: „Eine einzigartige Küche – eine Reise wert!“

Die Vergabe der Sterne erfolgt nach gemeinsamer Beratung der Michelin-Inspektoren. Ausschlaggebend sind laut Michelin die gleichbleibende Qualität und Frische der Zutaten, sowie Innovation und Einzigartigkeit der Gerichte.

Ein errungener Stern muss jedes Jahr erneut verteidigt werden, was enormen Stress für ein Restaurant bedeuten kann. Deswegen kommt es durchaus vor, dass Köche ihre Sterne freiwillig zurückgeben.

Von RND/güm/dpa

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