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Im Ostereistedter Osterhasen-Büro herrscht Hochbetrieb.

Im Ostereistedter Osterhasen-Büro herrscht Hochbetrieb. © C. Jaspersen/Archiv

Brauchtum

Mehr als 33 000 Briefe an den Osterhasen

Im Osterhasen-Büro in Ostereistedt im Kreis Rotenburg herrscht seit Tagen Hochbetrieb. Hanni Hase und seine neun Helfer haben rund 33 000 Briefe und Postkarten aus aller Welt erhalten, die gelesen und beantwortet werden wollen.

Ostereistedt. Am Mittwochabend solle das Büro geschlossen werden, sagt Hanni Hase alias Hans-Hermann Dunker. Seit 16 Jahren leitet er das Osterhasen-Büro, auch fast alle Mitstreiter sind "alte Hasen". Wer jetzt noch seinen Brief an den Osterhasen schickt, wird nicht mehr rechtzeitig eine Antwort haben. "Nach Ostern ist Hanni Hase im Urlaub", sagt Dunker.

Aus dem Ausland kamen in diesem Jahr mit etwa 1500 Briefen nicht mehr so viele wie in den vergangenen Jahren. China stehe ganz oben auf der Liste, gefolgt von Taiwan und Hongkong, sagt Dunker. "Manche sind nur auf chinesisch, die kann der Osterhase nicht lesen." Eine Antwort gibt es trotzdem. Während die deutschen und europäischen Briefe meist von Kindern oft im Kindergartenalter stammten, schrieben aus Asien Kinder und Jugendliche von 13 bis Anfang 20. "Viele wollen wissen, was der Hase mit Ostern zu tun hat. Oder was Ostern überhaupt ist."

Antworten gebe es nur auf "richtige" Briefe, betont Dunker. "Wir Osterhasen legen großen Wert auf Schrift. Wir möchten, dass die Kinder selbst schreiben oder malen. Die hohe Kunst des Schreibens soll nicht untergehen." Die Absender bekämen auch einen "richtigen" Brief zurück mit der Geschichte des Osterhasen und einem Bild zum Ausmalen: "Es soll klassisch sein." Im nächsten Jahr öffnet das Osterhasen-Büro wieder rund vier Wochen vor Ostern.

dpa


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