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Auf einem Tisch liegt ein Richterhammer aus Holz.

Auf einem Tisch liegt ein Richterhammer aus Holz. © Uli Deck/Archiv

Prozesse

Mann wegen Einschleusens von Ausländern verurteilt: Haft

Ein 41 Jahre alter Mann ist wegen banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern zu einer Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt worden.

Verden. Wie die Sprecherin des Landgerichts Verden am Mittwoch mitteilte, sah es die Kammer als erwiesen an, dass der Türke gemeinsam mit Komplizen insgesamt 26 Menschen gegen eine Bezahlung von bis zu 10 000 Euro pro Person nach Deutschland gebracht hat. Angeklagt waren Fälle aus dem Jahr 2014.

Bei den Eingeschleusten handelte es sich überwiegend um syrische Flüchtlinge, die sich in der Türkei aufhielten und Angehörige im Landkreis Verden hatten. Der 41-Jährige und Mittäter organisierten Flüge von der Türkei über Südamerika nach Italien oder Spanien. Von dort wurden die Menschen dann per Auto, Bus oder Flugzeug nach Deutschland gebracht. Während des Prozesses habe der Angeklagte gestanden, sagte die Gerichtssprecherin. Der Mann hatte die Taten von Istanbul aus organisiert. 2016 war er in London festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert worden.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von vier Jahren und acht Monaten, die Verteidigung eine Bewährungsstrafe gefordert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

dpa


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