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Linke verliert bei Wahlwiederholung viele Stimmen

Nach Hinweisen auf Manipulationen bei der Stimmabgabe ist am Sonntag in Quakenbrück ein Teil der Kommunalwahl wiederholt worden. Dabei verlor die Linkspartei unterm Strich zwei ihrer bisher sieben Sitze im Rat der 13 000-Einwohner-Stadt nördlich von Osnabrück.

Hameln. CDU und SPD gewannen je einen Sitz hinzu, wie die Stadt am Abend auf ihrer Internetseite mitteilte.

Nach der Wahl im September vergangenen Jahres waren Zweifel am Ergebnis laut geworden, weil die Linke überraschend drittstärkste Kraft geworden war. Bei der Stadtratswahl war die CDU auf 33,89 Prozent gekommen, die SPD auf 29,67 und die Linke auf 21,55 Prozent. Die Grünen erzielten damals 8,96, die FDP 5,93 Prozent.

Nach der Wiederholung der Briefwahl kommt die CDU jetzt auf 36,36 Prozent, die SPD auf 32,20 Prozent. Die Linke ist mit 16,56 Prozent zwar immer noch drittstärkste Kraft im Stadtrat, verlor aber trotzdem im Vergleich zu vorher deutlich Stimmen. Die Grünen erreichen 9,46, die FDP 5,42 Prozent. An der Wahl durften nur diejenigen 2047 Bürger teilnehmen, die im September per Brief abgestimmt hatten; 1479 beteiligten sich erneut. 

Im Januar hatte die Polizei wegen des Verdachts der Wahlfälschung die Wohnungen von sieben Beschuldigten durchsucht, darunter auch von vier Ratsmitgliedern. Untersucht wird, ob Wählern in unerlaubter Weise beim Ausfüllen von Briefwahlzetteln geholfen wurde. Außerdem sollen nach Angaben der Staatsanwaltschaft Osnabrück aus Briefkästen Briefwahl-Unterlagen gestohlen und Unterschriften auf Wahlscheinen gefälscht worden sein.

dpa


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