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Niedersachsen Lehrerin erneut wegen Dschungelcamp-Trip vor Gericht
Nachrichten Niedersachsen Lehrerin erneut wegen Dschungelcamp-Trip vor Gericht
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07:31 17.04.2019
Die als Zeugin in einem Prozess gegen ihre Mutter (l) geladene Nathalie V. (2.v.l) vor dem Landgericht. Quelle: Philipp Schulze/dpa
Lüneburg

Um die berufliche Zukunft der Mutter von Dschungelcamp-Teilnehmerin Nathalie Volk (22) geht es am Mittwoch (9.00 Uhr) vor dem Verwaltungsgericht Lüneburg. Die Lehrerin hatte ihre Tochter 2016 zum Dreh nach Australien begleitet.

Lehrerin ist bereits verurteilt

Im Strafverfahren wurde die 49-jährige Beamtin bereits rechtskräftig zu einer Geldstrafe verurteilt, weil sie sich nach Überzeugung der Richter für die Reise eine Krankschreibung erschlichen hatte. Zuvor hatte die 49 Jahre alte Beamtin einen Antrag auf Sonderurlaub gestellt, der aber abgelehnt wurde. Sie sei wirklich erkrankt gewesen, hatte die Frau wiederholt erklärt.

Das Oberlandesgericht Celle bestätigte im August die vom Landgericht Lüneburg verhängte Geldstrafe und verwarf eine Revision.

Entlassung aus dem Beamtenverhältnis droht

Der Pädagogin droht bei einer entsprechenden Entscheidung des Verwaltungsgerichts die endgültige Entfernung aus dem Beamtenverhältnis, wie von der Landesschulbehörde angestrebt. Auch eine Zurückstufung, eine Kürzung der Bezüge, eine Geldbuße oder ein Verweis sind mögliche Sanktionen. Derzeit ist die Beamtin bei halben Bezügen vom Dienst suspendiert.

„Aller Voraussicht nach wird am Mittwoch kein Urteil verkündet werden“, sagte der Sprecher des Verwaltungsgerichts. Wahrscheinlich werde es schriftlich zugestellt. Dann würde die Öffentlichkeit erst davon erfahren, wenn die Entscheidung bei der Lehrerin und der Landesschulbehörde eingegangen ist.

Beschuldigte will nicht an Prozess teilnehmen

Die Beschuldigte hat über ihren Anwalt nach Angaben des Gerichts angekündigt, dass sie am Mittwoch nicht an der Verhandlung teilnehmen wird. Zeugen sind nicht geladen, auch die Tochter nicht.

Sollte das Verwaltungsgericht gegen die Frau entscheiden, kann sie Berufung einlegen. Dann würde sich das niedersächsische Oberverwaltungsgericht damit befassen.

Von RND/dpa

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