Navigation:
Regierung

Land: Staat soll Bedürftigen Verhütungsmittel bezahlen

Niedersachsen will sich mit einer Bundesratsinitiative dafür stark machen, dass die Kosten für Verhütungsmittel für Frauen mit geringem Einkommen übernommen werden.

Hannover. Die Landesregierung beschloss am Dienstag, einen entsprechenden Entschließungsantrag in den Bundesrat einzubringen. Es dürfe nicht sein, dass Frauen in prekärer wirtschaftlicher Lage weiter gezwungen seien, auf weniger sichere Verhütungsmittel umzusteigen und sich so dem Risiko aussetzten, ungewollt schwanger zu werden, sagte Gesundheitsministerin Cornelia Rundt (SPD). Sie verwies darauf, dass Land bei Bedürftigkeit die Kosten für eine Abtreibung tragen müsse. "Kein Geld für Verhütung, aber für den Schwangerschaftsabbruch - das ist menschenverachtend und muss korrigiert werden", sagte Rundt.

Derzeit werden die Kosten für empfängnisverhütende Mittel von den gesetzlichen Krankenkassen nur für Frauen bis zum 20. Lebensjahr übernommen. Danach müssen Sozialhilfe-Empfängerinnen Verhütungsmittel aus dem Regelsatz für Gesundheitspflege bestreiten. Dieser beträgt laut Sozialministerium rund 15 Euro pro Monat.

dpa


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Kümmern Sie sich schon um Ihre Weihnachtseinkäufe?

Alles über Hannover 96

Spielberichte, Hintergründe, Analysen - lesen Sie hier alles über Hannover 96.

Bilder des Tages

../dpa-InfoLine_rs-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-140912-99-04060_large_4_3.jpg

Waschtag: Ein niederländischer Kavallerist wäscht zum «Prinsjesdag» den Schweif seines Pferdes. Foto: Martijn Beekman

zur Galerie