Navigation:
Eine Prostituierte wartet in einem Bordell auf Kunden. 

Eine Prostituierte wartet in einem Bordell auf Kunden. © Boris Roessler/Archiv

Prostitution

Kritik an Prostituiertengesetz: Verunsicherung im Milieu

Rund zwei Wochen bevor das Prostituiertenschutzgesetz bundesweit in Kraft tritt, kritisieren Aktivisten und betroffene Verbände in Niedersachsen das Vorhaben scharf.

Hannover. "Dass es noch keine konkreten Bestimmungen gibt, führt zu großer Verunsicherung im Milieu", sagte Dorothee Türnau vom Verein Phoenix, einer Beratungsstelle für Prostituierte in Hannover, der dpa. "Es werden viele gute Absichten erklärt und die Finanzierung ist völlig unzureichend", sagte der Sprecher des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, Thorsten Bullerdiek.

Das Gesetz verlangt ab dem 1. Juli die Anmeldung der gewerbsmäßigen Prostitution bei der Kommune. Außerdem soll der Betrieb eines Bordells oder eines Escort-Services künftig nur zulässig sein, wenn eine Erlaubnis der zuständigen Behörde vorliegt. Dazu kommt eine verpflichtende gesundheitliche Beratung, für die die Gesundheitsämter zuständig sind. Eine Kondompflicht wird eingeführt und Werbung für ungeschützten Sex gegen Geld verboten.

In Niedersachsen ist geplant, die Aufgaben aus dem Bundesgesetz auf die Kommunen zu übertragen. Nach Angaben des Sozialministeriums gehen Schätzungen von etwa 20 000 weiblichen Prostituierten im Land aus.

dpa


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Was halten Sie von den Obike-Leihfahrrädern in Hannovers City?

Alles über Hannover 96

Spielberichte, Hintergründe, Analysen - lesen Sie hier alles über Hannover 96.

Bilder des Tages

../dpa-InfoLine_rs-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-140912-99-04060_large_4_3.jpg

Waschtag: Ein niederländischer Kavallerist wäscht zum «Prinsjesdag» den Schweif seines Pferdes. Foto: Martijn Beekman

zur Galerie