Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Krebsrate könnte mit Bohrschlammgruben zusammenhängen
Nachrichten Niedersachsen Krebsrate könnte mit Bohrschlammgruben zusammenhängen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:12 27.04.2017
Anzeige
Rotenburg

Das ist ein Ergebnis der bereits Ende 2014 gestarteten Befragung der Einwohner, wie der Landkreis Rotenburg (Wümme) am Donnerstag mitteilte.

In der Gemeinde Bothel zwischen Bremen und Lüneburg erkrankten laut einer Untersuchung des niedersächsischen Krebsregisters zwischen 2003 und 2012 überdurchschnittlich viele Männer an Leukämie und Lymphomen. Die Menschen in der Region befürchten, dass dies mit der Erdgasförderung in der Gegend zu tun haben könnte. Bohrschlammgruben beinhalten Rückstände aus Grabungen der Erdgasindustrie.

Der Landkreis hatte im November 2014 alle 6978 Einwohner von Bothel mit einem Fragebogen angeschrieben und zu eigenen Krebserkrankungen beziehungsweise Erkrankungen von Angehörigen befragt. Dabei wurden bei den Männern 37 Fälle von hämatologischen Krebserkrankungen mit Hilfe des niedersächsischen Landesgesundheitsamtes näher analysiert. Die räumliche Nähe des Wohnortes zu Bohrschlammgruben habe bei diesen Fällen einen Anhaltspunkt für einen möglichen Zusammenhang gegeben, hieß es. Acht der Männer waren zudem lange in der holzverarbeitenden Industrie tätig. Andere Gemeinsamkeiten gab es nicht.

Jetzt sollen weitere Untersuchungen folgen. "Dabei wäre auch eine deutliche Ausweitung des Untersuchungsgebietes auf im Idealfall alle Regionen mit Bohrschlammgruben zu diskutieren", regte der Landkreis an.

Zum jetzigen Zeitpunkt seien mögliche auslösende Faktoren ebenso unklar wie ein eventueller Wirkungsweg, etwa über das Wasser oder die Luft. Zudem müsse geklärt werden, warum die Erhöhung der Krebsrate auf Männer beschränkt sei.

dpa

Zerbrochene Behälter mit Quecksilber haben am Donnerstag einen Großeinsatz an der Jade Hochschule in Wilhelmshaven ausgelöst. Der giftige Stoff sei im Keller ausgetreten, nachdem ein Schrank aus ungeklärter Ursache umgekippt war, teilte die Stadt Wilhelmshaven mit.

27.04.2017

Der Pilotversuch mit an der Uniform getragenen Minikameras ist aus Sicht der niedersächsischen Polizei erfolgreich abgeschlossen worden. "Der Einsatz von Bodycams hat in vielen schwierigen Einsatzsituationen eindeutig zur Deeskalation beigetragen und sich damit als effektive Maßnahme im täglichen Dienst bewährt", sagte Landespolizeipräsident Uwe Binias am Donnerstag.

27.04.2017

Der Duisburger Hafen baut seinen Güterzugverkehr aus. Wie die Hafengesellschaft Duisport am Donnerstag berichtete, wird ab dem 12. Mai ein Containerzug einmal wöchentlich zwischen dem Duisburger Hafen und dem JadeWeserPort in Wilhelmshaven verkehren.

27.04.2017
Anzeige