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Eine Erzieherin geht in einem Kindergarten mit zwei Kindern über den Flur. Foto: J.-P. Strobel/Archiv

Eine Erzieherin geht in einem Kindergarten mit zwei Kindern über den Flur. Foto: J.-P. Strobel/Archiv

Bildung

Kitas finden keine Erzieherinnen für offene Stellen

Die Zahl der offenen Stellen für Erzieherinnen und Sozialassistentinnen ist in Niedersachsen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Nach Angaben der Arbeitsagentur waren in diesem Juli 1205 unbesetzte Stellen für Fachkräfte in der Kinderbetreuung gemeldet, sieben Jahre zuvor waren es nur 350.

Hannover. Im gleichen Zeitraum sank die Zahl der arbeitslosen Erzieherinnen und Sozialassistentinnen von rund 2430 auf etwa 1400. Auf der Ebene der Sozialpädagogen, die oft Leitungsaufgaben übernehmen, gab es im Juli fast 660 offene Stellen, 390 mehr als im Jahr 2010. "Die Forderung nach mehr Fachkräften für die Einrichtungen ist nicht von heute auf morgen zu erfüllen", sagte die Sprecherin der Arbeitsagentur Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen, Anja Schmiedeke.

Nach einer Analyse der Bertelsmann Stiftung hängt die Betreuungsqualität in niedersächsischen Krippen und Kindergärten stark vom Wohnort ab. In weiten Teilen des Landes gibt es nicht den empfohlenen Personalschlüssel von einer Fachkraft für drei Kinder bei den unter Dreijährigen.

Für einen kindgerechten Personalschlüssel müssen in Niedersachsen nach Berechnungen der Stiftung zusätzlich 3300 vollzeitbeschäftigte Fachkräfte angeworben und weitere 152 Millionen Euro jährlich bereitgestellt werden. Seit Jahren gibt es Kampagnen, mehr Männer für den Erzieherberuf zu gewinnen. Ihr Anteil lag 2016 nach Angaben der Koordinationsstelle Männer in Kitas in Niedersachsen bei 4,8 Prozent.


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