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Extremismus

Keine Angaben zu Ermittlungen gegen Hildesheimer Islamisten

Auch einen Tag nach dem Verbot des "Deutschsprachigen Islamkreises Hildesheim" (DIK) blieb unklar, in welchem Umfang die Strafverfolgungsbehörden gegen Mitglieder des Vereins ermitteln.

Hildesheim. Zu möglichen Verfahren gebe die Bundesanwaltschaft keine Auskunft, sagte Sprecherin Frauke Köhler am Mittwoch. Auch die Generalstaatsanwaltschaft in Celle und die Polizei machten keine konkreten Angaben. Niedersachsens Landespolizeipräsident Uwe Binias hatte erklärt, zum harten Kern des Islamkreises gehörten etwa 50 Personen. Gegen diverse Mitglieder liefen Ermittlungen wegen der Unterstützung der IS-Terrororganisation.

Die Polizei war am Dienstag mit einem Großaufgebot an Beamten gegen den DIK vorgegangen, nachdem das niedersächsische Innenministerium den Verein verboten hatte. Die Behörden gehen davon aus, dass der DIK als Rekrutierungszentrum der Terrormiliz Islamischer Staat diente. Auch der Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt, Anis Amri, hatte sich dort im Februar 2016 aufgehalten.

Der Ende 2016 inhaftierte Hassprediger Abu Walaa, der als salafistischer Chefideologe und mutmaßlicher Unterstützer der Terrormiliz Islamischer Staat in Deutschland gilt, hatte sich ebenfalls in der DIK-Moschee in Hildesheim aufgehalten. Nach Exerzitien mit ihm waren Teilnehmer in die IS-Kampfgebiete aufgebrochen.

dpa


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