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Die preisgekrönte türkische Autorin Asli Erdogan.

Die preisgekrönte türkische Autorin Asli Erdogan. © Linda Say/Archiv

Literatur

Journalistin Erdogan darf doch zur Preisverleihung anreisen

Die türkische Journalistin und Schriftstellerin Asli Erdogan darf nun doch nach Deutschland ausreisen und den Remarque-Friedenspreis persönlich in Osnabrück entgegennehmen.

Osnabrück. Die in der Türkei wegen Terrorvorwürfen angeklagte Autorin habe überraschend ihren Reisepass zurückerhalten, teilte die Stadt Osnabrück am Freitag mit. Damit könne die 50-Jährige an der Preisverleihung am 22. September und einer Diskussionsveranstaltung am Vorabend teilnehmen. Die Veranstalter seien darüber hoch erfreut, sagte ein Sprecher der Stadt.

Erst am Donnerstag hatten die Stadt, die Jury und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels einen Brief an den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan veröffentlicht. Darin baten sie um die Ausstellung eines Reisepasses, damit die Schriftstellerin die Türkei verlassen könne.

Die Autorin bekommt den mit 25 000 Euro dotierten Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis vor allem für ihr journalistisches und schriftstellerisches Wirken. Darin beschreibt sie die Auswirkungen der politischen Verhältnisse in der Türkei auf die Menschen und ihren Alltag. Ihre Essaysammlung "Nicht einmal das Schweigen gehört uns noch" mit einer Auswahl ihrer Texte kann nach Angaben der Jury derzeit nicht in der Türkei erscheinen.

dpa


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