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Frachtschiffe liegen im Hafen in Hamburg. Foto: Daniel Reinhardt/Archiv

Frachtschiffe liegen im Hafen in Hamburg. Foto: Daniel Reinhardt/Archiv

Wirtschaftspolitik

Institut warnt: Norddeutschland könnte Anschluss verpassen

Die wirtschaftlichen Strukturen verändern sich rasend schnell. Durch die Digitalisierung, aber auch den Wandel im Altersaufbau der Bevölkerung. Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit werden zwischen den Regionen neu verteilt. Der Norden muss sich anstrengen.

Hamburg. Der Norden Deutschlands ist in den vergangenen Jahren gegenüber Süddeutschland zurückgefallen. Durch den gegenwärtigen fundamentalen wirtschaftlichen Wandel könnte sich der Rückstand vergrößern und der Norden den Anschluss verlieren, heißt es in einer Studie aus dem Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI).

"Der Wohlstand der Zukunft wird von anderen Faktoren bestimmt als in der Vergangenheit", schreiben die Autoren Henning Vöpel und André Wolf. "Norddeutschland hat von der alten Globalisierung besonders profitiert und ist gleichzeitig von den neuen Entwicklungen besonders betroffen." Handel und Logistik drohten im Zuge der Digitalisierung ihre Rolle als Wachstumstreiber zu verlieren.

Während Bayern und Baden-Württemberg ihren Anteil an der Wirtschaftsleistung der alten Länder seit Jahrzehnten kontinuierlich ausbauen konnten, stagnierte der Norden oder fiel sogar zurück. Der Norden brauche eine regionale Strategie für den digitalen Wandel. "Standorte wie München oder Berlin sind in der Entwicklung digitaler Technologien und eines Startup-Ökosystems in Führung gegangen", heißt es in der Studie. "Andere Standorte wie Mannheim und Karlsruhe sind auf dem Sprung." Nun komme es beim Strukturwandel auf Geschwindigkeit an. "Wer schnell agiert, ist in der Lage, den Vorsprung immer weiter auszubauen."

dpa


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