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Niedersachsen Industrie: Mehr Tempo bei Bürokratieabbau und Internet
Nachrichten Niedersachsen Industrie: Mehr Tempo bei Bürokratieabbau und Internet
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13:22 12.09.2017
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Hannover

Die Bekämpfung des Fachkräftemangels und die Stärkung der beruflichen Bildung müssen aus Sicht der Industrie in Niedersachsen Arbeitsschwerpunkte der neuen Landesregierung werden. Außerdem mahnen die Unternehmen einen stärkeren Bürokratieabbau sowie einen schnellen Breitbandausbau an.

"Der letzte Punkt taucht in allen Wahlprogrammen auf, aber es geschieht einfach zu wenig und ist auch viel zu unkoordiniert und schwerfällig", sagte der Präsident der sieben Industrie- und Handelskammern Niedersachsens, Christian Hinsch, am Dienstag in Hannover. Niedersachsen liege bei der Digitalisierung noch immer weit zurück.

Auch die Bekämpfung des Fachkräftemangels sei ein wesentlicher Punkt für die Standort-Attraktivität, sagte er bei der Präsentation eines wirtschaftspolitischen Positionspapiers.

In den IHKN sind die sieben Industrie- und Handelskammern Niedersachsens zusammengeschlossen, rund 460 000 Unternehmen werden landesweit vertreten. Die IHKN sieht vor allem die im Ausland als Modell gepriesene duale Bildung in Gefahr. Sie stehe in Konkurrenz zur Hochschulausbildung.

"Die duale Bildung hat ein hausgemachtes Attraktivitätsproblem - bei Schülern, Eltern, Lehrern und Bildungspolitikern", sagte Hinsch. 2030 würden nach Berechnungen des Bundesinstituts für Berufsbildung 2,9 Millionen Fachkräfte fehlen. Demgegenüber werde ein Zuwachs von 1,7 Millionen Akademikern erwartet.

Zur Stärkung der beruflichen Bildung fordert die IHKN daher eine verpflichtende Berufsorientierung in den allgemeinbildenden Schulen, die in ein Ankerfach wie Werte und Bildung integriert werden könnte. Zudem seien wohnortnahe Berufsschulen mit besserer Ausstattung nötig, die auch auf die Umwälzungen im Berufsalltag durch den digitalen Wandel vorbereiten.

Die Handelskammern fordern auch einen flächendeckenden Breitbandausbau in Glasfasertechnik. Dies sei für schnelle Datenübertragungen unabdingbar, vor allem in Industrie- und Gewerbegebieten. Da, wo Kabel nicht möglich seien, müsse eine funkbasierte Datenübertragung in 5-G-Technik installiert werden.

Zudem müsse sich die Landesregierung dem Bürokratieabbau widmen, um Verfahren zu straffen, Ermessensspielräume zu nutzen und schnellere, elektronische Abwicklung von Verwaltungsvorgängen zu ermöglichen. Hinsch: "Davon sind wir heute noch meilenweit entfernt."

dpa

Die Bekämpfung des Fachkräftemangels und die Stärkung der beruflichen Bildung müssen aus Sicht der Industrie in Niedersachsen Arbeitsschwerpunkte der neuen Landesregierung werden.

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