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Ein Helikopter verstreut aus einem am Haken hängenden Silo Kalk.

Ein Helikopter verstreut aus einem am Haken hängenden Silo Kalk. © Swen Pförtner

Forstwirtschaft

Harzer Wälder werden von oben weiß

Im Harz rieselt es derzeit an manchen Stellen weiß vom Himmel: Die Stadt Goslar lässt ihre Wälder vom Hubschrauber aus kalken, vor allem rund um Hahnenklee. Der Kalk soll dem vom sauren Regen ausgelaugten Waldboden fehlende Nährstoffe zurückgeben.

Hahnenklee. Insgesamt werden bis Anfang September mehr als 1300 Tonnen Magnesiumkalk auf knapp 450 Hektar verstreut, sagte eine Stadtsprecherin. Die Fläche entspricht der Größe von etwa 650 Fußballfeldern. Die Stadt Goslar besitzt mit mehr als 2800 Hektar den größten Kommunalwald Niedersachsens besitzt.

Der Kalk soll als Puffer gegen säurehaltige Schadstoffe dienen. Goslar begann vor zwei Jahren damit, die Waldböden zu kalken. Der Eintrag von Luftschadstoffen habe zwar deutlich abgenommen, sagte die Sprecherin. Dennoch würden Kalkungen zum Schutz des Bodens an bestimmten Standorten weiterhin für erforderlich gehalten.

Auch die Niedersächsischen Landesforsten und etliche private Waldbesitzer haben vornehmlich im Harz und im Solling einen Teil ihrer Wälder gekalkt. Langzeitversuche ergaben, dass die für Menschen und Tiere unschädliche Maßnahme dem geschädigten Wald hilft.

Die Kosten der aktuellen Kalkung im Goslarer Kommunalwald betragen gut 110 000 Euro. 90 Prozent davon trägt das Land Niedersachsen.

dpa


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