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Gericht

Mutmaßliche Mitglieder der Russenmafia verurteilt

Sechs mutmaßliche Mitglieder der russischen Mafia "Diebe im Gesetz" sind heute am Landgericht Lüneburg zu teils langen Haftstrafen verurteilt worden.

Lüneburg. Sie hatten mit Leasingverträgen über eine Scheinfirma Hunderttausende erbeutet. Nun hat das Lüneburger Landgericht die sechs Angeklagten zu Haftstrafen von bis zu acht Jahren verurteilt. Zwei Männer bekamen am Donnerstag Bewährungsstrafen. Drei der Angeklagten im Alter zwischen 37 und 64 Jahren befand die Staatsschutzkammer der Bildung einer kriminellen Vereinigung für schuldig, im Übrigen ging es um Betrug und Urkundenfälschung. Einer der Männer soll als sogenannter „Dieb im Gesetz“ der oberste Rädelsführer der im Raum Hannover tätigen Gruppierung gewesen sein. Er wurde zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

Die aus Russland, Kasachstan, Armenien, Tschechien, Deutschland und der Türkei stammenden Männer sollen laut Anklage zwischen 2009 und 2014 einen Schaden von 450 000 Euro angerichtet haben. Über eine Scheinfirma wurden danach etwa Kopiergeräte, Gabelstapler und Zitrusfrüchte unterschlagen. Der Prozess lief seit Februar 2015, das Urteil fiel nach Angaben des Vorsitzenden am 196. Verhandlungstag. Er bezifferte die Kosten des Verfahrens auf etwa vier bis fünf Millionen Euro, auch wegen der vielen Dolmetscher. „Es war sicher eines der aufwendigsten Verfahren, auch was die Sicherheitsmaßnahmen betrifft“, sagte eine Gerichtssprecherin.

Den Veruteilten auf die Spur kamen die Ermittler in Hannover: Dort lieferten sich die "Diebe im Gesetz" untereinander eine Schießerei - es ging wohl im interne Streitigkeiten. Das löste bundesweite Untersuchungen sowie letztendlich auch die Festnahmen der nun Verurteilten aus.

dpa/mrx


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