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Niedersachsen Grüne: "Eigennützige Gründe" für Twestens Übertritt
Nachrichten Niedersachsen Grüne: "Eigennützige Gründe" für Twestens Übertritt
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17:42 04.08.2017
Anja Piel, niedersächsische Fraktionsvorsitzende der Grünen. Quelle: Holger Hollemann/Archiv
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Hannover

Sie selbst habe jedenfalls keine inhaltlichen Gründe genannt. "Wir kritisieren, dass Frau Twesten sich bewusst dagegen entschieden hat, eine Aussprache in der Fraktion herbeizuführen", sagte Piel am Freitag in Hannover. Twestens Umgang mit einer persönlichen Niederlage in ihrem Wahlkreis sei nicht nachvollziehbar. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte von einer "Intrige" gesprochen. Dagegen sagte Piel: "Wir werden uns zum jetzigen Zeitpunkt an keinerlei Spekulationen beteiligen."

Laut Piel hat die Grünen-Landtagsfraktion am Freitagvormittag kurz vor 11 Uhr schriftlich den Austritt von Twesten in der Geschäftsstelle erhalten. Die 54-Jährige war 20 Jahre Grünen-Mitglied und saß seit 2008 für die Partei im Landtag. Auf die Frage, ob die niedersächsischen Grünen Twesten möglicherweise zu fundamentalistisch geworden sein könnten, sagte Piel: "Frau Twesten muss sich fragen lassen, warum ihr das erst nach dem verlorenen Wahlkreis aufgefallen ist."

dpa

Grünen-Politiker Jürgen Trittin hat die niedersächsische Landtagsabgeordnete Elke Twesten scharf angegriffen und der CDU Stimmenkauf unterstellt. "Elke Twesten hat mit den Stimmen der Bürgerinnen und Bürger für die Grünen Schindluder getrieben", sagte der niedersächsische Bundestagsabgeordnete und frühere Bundesminister am Freitag.

04.08.2017

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz verurteilt den Übertritt der niedersächsischen Grünen-Abgeordneten Elke Twesten zur CDU als Verrat. "Das Verhalten der ehemaligen Grünen-Abgeordneten in Niedersachsen ist nicht nur Verrat an den Wählerinnen und Wählern, sondern auch Verrat an Rot-Grün", schrieb der Bundeschef der Sozialdemokraten am Freitag auf Facebook.

04.08.2017

SPD-Vize Ralf Stegner hat den Fraktionsaustritt der Grünen-Abgeordneten Elke Twesten in Niedersachsen scharf kritisiert. "Es ist ganz offenkundig, dass da jemand aus persönlichen Karriereerwägungen und unter Mithilfe der Union den Wählerwillen verfälschen will", sagte Stegner dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstag).

04.08.2017
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