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Das Landgericht Lüneburg spiegelt sich in der Scheibe eines Polizeifahrzeuges.

Das Landgericht Lüneburg spiegelt sich in der Scheibe eines Polizeifahrzeuges. © Philipp Schulze/Archiv

Prozesse

Getötetes Baby: Mutter schweigt zu Mordvorwurf

Aus Rache soll eine 24-Jährige ihre vier Monate alte Tochter ermordet haben - zum Auftakt des Prozesses vor dem Landgericht Lüneburg hat die Angeklagte zu den Vorwürfen geschwiegen.

Lüneburg. Die junge Frau aus Eritrea kam als Flüchtling nach Deutschland und hatte ihren Freund nach dessen Darstellung auf einem Boot im Mittelmeer kennengelernt. Ihr wird Mord aus niedrigen Beweggründen vorgeworfen. Laut Anklage hat sie das Baby im Dezember 2016 umgebracht, um den Kindsvater dafür zu bestrafen, dass er ihr gegenüber gewalttätig geworden ist. Der 27-Jährige, der aus dem  Sudan stammt, sagte am Donnerstag als erster Zeuge aus.

Polizisten hatten den Leichnam des Säuglings Anfang Januar in der Wohnung der Frau in einem Mehrfamilienhaus entdeckt. Der kurz zuvor ausgezogene Vater hatte die Beamten alarmiert, weil er die Mutter seines Kindes nicht erreichen konnte. Die Frau wurde eine knappe Woche später festgenommen. Für den Prozess sind insgesamt fünf Verhandlungstage angesetzt.

dpa


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