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Cornelia Rundt (SPD) ist niedersächsische Gesundheitsministerin.

Cornelia Rundt (SPD) ist niedersächsische Gesundheitsministerin. © Silas Stein

Gesundheit

Gesundheitsministerin: Zahl der Erkältungen nimmt zu

Mit dem Start in den Herbst geht das Niesen und Husten wieder los. In einigen niedersächsischen Landkreisen wird bereits eine Zunahme der Erkältungskrankheiten gemeldet. Ab Januar droht dann auch die Grippe. Gesundheitsministerin Rundt rät: Impfen lassen.

Hannover. Mit dem Herbstanfang hat in Niedersachsen die Zahl der Erkältungskrankheiten zugenommen. Elf Landkreise hätten bereits eine erhöhte Zahl von Erkältungen gemeldet, basierend auf der Anzahl von Kindern, die nicht zur Kita erschienen sind, teilte Gesundheitsministerin Cornelia Rundt (SPD) am Donnerstag mit. Landesweit herrsche eine mittlere Erkältungsaktivität. Die Zunahme der Grippeerkrankungen beginne voraussichtlich im Januar.

Im Oktober und November ist Experten zufolge die beste Zeit sich dagegen zu impfen. Sowohl Erkältungen als auch die Grippe werden von Viren verursacht. Eine Grippeerkrankung kann bei über 60-Jährigen, chronisch Kranken und Schwangeren schwere Komplikationen verursachen. Hunderte bis Tausende Deutsche sterben laut dem Robert-Koch-Institut jedes Jahr daran.

"Die wichtigste Schutzmaßnahme ist die Impfung, die wir für Risikogruppen ausdrücklich empfehlen", sagte die Ministerin. Auch Menschen, die viel mit Risikogruppen zu tun haben - etwa Krankenpfleger oder Verkäufer - sollten sich impfen lassen.

Trotzdem hat die Impfwilligkeit dem Robert-Koch-Institut zufolge in den letzten Jahren abgenommen. So sind nur 10-15 Prozent aller Schwangeren, 35 Prozent aller älteren Leute und 40-60 Prozent des Medizinpersonals geimpft. Laut Landesgesundheitsamt ist dafür ein weit verbreiteter Irrglaube schuld. "Viele glauben, dass sie eine Grippeimpfung auch vor einer einfachen Erkältung schützt. Aber das tut sie nicht und dann denken viele, dass eine Grippeimpfung gar nichts bringt", sagte ein Sprecher.

Eine Grippeimpfung schützt Experten zufolge jede zweite Person vor der Krankheit und schwächt sie in den anderen Fällen ab. Sie bietet keinen vollkommenen Schutz, weil Impfstoffproduzenten bei der Herstellung nie genau wissen, welcher Virenmix in der nächsten Saison auftreten wird. Sie stellen ihre Impfstoffe basierend auf den Viren des vergangenen Jahres zusammen. So muss eine Grippeimpfung jedes Jahr erneuert werden.

Wie schlimm die Grippe in dieser Saison sein wird, können Experten nicht voraussagen. Dies hängt von vielen Faktoren ab, etwa der wirklichen Zusammensetzung der Viren, der Stärke der Immunsysteme der Menschen und wie oft Menschen in Kontakt mit Erkrankten kommen. Der Präsident des Landesgesundheitsamtes, Matthias Pulz, sagte: "Trotz dreier zuletzt starker Grippewinter können wir für diese Saison keine Entwarnung geben."

dpa


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