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Niedersachsen Gefährlicher Schläger weiter auf der Flucht
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11:02 12.09.2017
Blick durch einen Zaun auf das Gelände der Justizvollzugsanstalt Rosdorf. Quelle: St.Rampfel/Archiv
Duderstadt

Ein aus der Sicherungsverwahrung der Justizvollzugsanstalt Rosdorf bei Göttingen entkommener gefährlicher Straftäter ist weiter auf der Flucht. Noch gebe es keine konkrete Spur, sagte ein Polizeisprecher in Göttingen am Dienstag. Nach dem Mann werde vor allem im südlichen Niedersachsen, aber auch in den angrenzenden Regionen und Bundesländern gefahndet.

Der unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilte 49 Jahre alte Mann war am Montag während eines begleiteten Ausgangs in Duderstadt geflohen. Er hatte dort das Haus seines Vaters besucht. Diese Gelegenheit nutzte er, um sich den beiden Vollzugsbediensteten zu entziehen.

Nach Angaben von JVA-Leiterin Christine Weichert-Pleuger befindet sich der 49-Jährige seit 2011 in Sicherungsverwahrung. Davor war er mehrfach wegen diverser Delikte, vor allem aber wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden. Zuletzt hatte er eine vierjährige Haftstrafe abgesessen. Das Landgericht Göttingen hatte ihn verurteilt, weil er bei einer Wirtshaus-Schlägerei in betrunkenem Zustand einen Kontrahenten mit einem Barhocker niedergeschlagen und erheblich verletzt hatte.

Weil Gutachter und Richter davon überzeugt seien, dass von dem Mann weiterhin eine erhebliche Gefahr ausgeht, wenn er betrunken mit anderen Menschen in Streit gerät, befinde sich der 49-Jährige in Sicherungsverwahrung, sagte die JVA-Leiterin.

Der Gesuchte ist laut Polizei etwa 1,72 Meter groß und hat grau meliertes Haar, das zum Zopf gebunden ist. Er war mit einer blauen Jeans, weißen Turnschuhen und einem grau-blauen T-Shirt und Kapuzenpulli bekleidet. Die Polizei appellierte an die Bevölkerung, den Mann nicht anzusprechen, sondern den Notruf 110 anzurufen.

Die Sicherungsverwahrung ist - anders als die Haft - keine Strafe für ein Verbrechen. Sie soll dazu dienen, die Allgemeinheit vor Tätern zu schützen, die ihre Strafe verbüßt haben, aber als gefährlich gelten.

dpa

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