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Das Landgericht in Bremen.

Das Landgericht in Bremen. © Ingo Wagner/Archiv

Prozesse

Freisprüche im Prozess um Kaufhausbrand

Im Prozess um den Brand eines Bremer Traditionskaufhauses hat das Landgericht Bremen am Freitag die beiden Angeklagten freigesprochen. Zwar bestünden Zweifel an der Darstellung des angeklagten Inhabers vom Raubüberfall mit anschließender Brandstiftung, sagte die Vorsitzende Richterin.

Bremen. Eine Beteiligung an der Tat habe den beiden Angeklagten aber nicht nachgewiesen werden können. Auch habe der Inhaber keinerlei Motiv für eine Brandstiftung gehabt. Im Gegenteil habe er durch das Feuer seine Existenzgrundlage verloren. "Das Unternehmen stand solide da", sagte die Richterin.

Das Kaufhaus mit rund 150-jähriger Geschichte war im Mai 2015 abgebrannt, angrenzende Häuser wurden stark beschädigt. Der Schaden liegt im zweistelligen Millionenbereich. In mehreren Etagen seien Brandbeschleuniger gelegt worden, sagte die Richterin. Der 64 Jahre alte Inhaber hatte ausgesagt, von maskierten Männern nach Ladenschluss im Geschäft überfallen und in eine Toilette eingesperrt worden zu sein. Dem Mann und einem 54 Jahre alten Bekannten war von der Anklage zunächst vorgeworfen worden, den Brand selbst gelegt zu haben, um Versicherungsbetrug zu begehen. Am Ende des Indizienprozesses hatte nicht nur die Verteidigung, sondern auch die Staatsanwaltschaft auf Freispruch plädiert.

dpa


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