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Kriminalität

Forscher suchen nach Strategien gegen Rockerkriminalität

Das Phänomen Rockerkriminalität nehmen seit Jahresbeginn Wissenschaftler am Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) unter die Lupe. Schwerpunkte seien etwa die hierarchische Struktur der Clubs, ihre Verschwiegenheitsverpflichtung sowie die fehlende Anzeigebereitschaft der Opfer, teilte das KFN am Montag in Hannover mit.

Hannover. Die Kriminologen wollen dazu beitragen, die Arbeit von Polizei und Justiz gegenüber dieser speziellen Form von Organisierter Kriminalität effektiver zu gestalten und Präventionsansätze zu entwickeln. Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Fonds für Innere Sicherheit durch die Europäische Union.

Hintergrund ist die gewachsene Rockerszene in Deutschland seit der Jahrtausendwende. Den Forschern zufolge gelten der Hells Angels Motorcycle Club (MC), der Bandidos MC, der Gremium MC und der Outlaws MC als führende Gruppierungen. Hinzu kommen laut KFN derzeit mindestens zwei weitere Clubs, nämlich europaweit Satudarah MC sowie die Osmanen Germania.

Projektleiterin Bettina Zietlow sagte: "Mit den zuletzt offen ausgetragenen Macht- und Revierkämpfen wird das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung erheblich erschüttert." Die Forscher führen jetzt Experteninterviews und analysieren Strafprozessakten sowie Akten von Vereinsverbotsverfahren.

dpa


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