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Tschernobyl-Block.

Tschernobyl-Block. © Andreas Stein/Archiv

Soziales

Ferienaktion: Tschernobyl-Kinder in Hannover gelandet

31 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sind am Mittwoch erneut Kinder aus Weißrussland zu einem Erholungsaufenthalt in Niedersachsen eingetroffen.

Langenhagen. Zum Start der Ferienaktion der hannoverschen Landeskirche landete am Flughafen Hannover ein erstes Flugzeug. Mit der Maschine trafen 97 Kinder, 5 Mütter mit Kleinkindern sowie 8 Dolmetscherinnen ein. Sie reisten per Bus weiter in die Kirchenkreise Burgdorf, Grafschaft Diepholz, Grafschaft Schaumburg und Melle.

Die Kirche organisiert die Ferienaktion für Menschen aus der von der Reaktorkatastrophe von 1986 besonders betroffenen weißrussischen Region Gomel, etwa 100 Kilometer von Tschernobyl entfernt, zum 27. Mal. Alles begann mit der Privatinitiative eines Ehepaars aus Neuenkirchen, die schnell Schule machte. Insgesamt werden dieses Jahr rund 550 Kinder und Betreuer erwartet, die bei Gastfamilien in 18 Kirchenkreisen einquartiert werden. Seit Start der Ferienaktion 1991 sind über 26 000 Kinder und Begleiter nach Niedersachsen gekommen.

Wie schon im Vorjahr gelang es der Hilfsaktion nicht mehr, mit dem Flugzeug auf dem Rückflug Medikamente und medizinische Hilfsgüter für die Kinderabteilungen der Krankenhäuser in Gomel mitzunehmen. Die Behörden in Weißrussland verlangten für die Medikamente jedes Mal aufs Neue umfangreiche Zertifikate, die die Pharmaunternehmen teils nicht bereit seien zu liefern, erklärte Lars-Torsten Nolte von der Arbeitsgemeinschaft Hilfe für Tschernobyl-Kinder. Die Behörden seien auch nicht auf den Vorschlag einer Positivliste einmal geprüfter und akzeptierter Medikamente eingegangen. Die niedersächsische Ärztekammer sei um Hilfe gebeten worden.

dpa


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