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Das Landgericht in Verden.

Das Landgericht in Verden. © Carmen Jaspersen/Archiv

Prozesse

Familienvater wegen Mordes an seiner Frau vor Gericht

Ein 42-Jähriger hat vor Gericht gestanden, die Mutter seiner sieben Kinder getötet zu haben. Als Grund für die Tat nannte er eine Kurzschlussreaktion, wie nach Angaben einer Gerichtssprecherin aus einer schriftlichen Erklärung des Mannes zum Prozessauftakt am Donnerstag im Landgericht Verden hervorgeht.

Verden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem angeklagten Iraker vor, seine Frau Anfang März zu Hause in Scheeßel (Kreis Rotenburg) ermordet zu haben. Als sie am Herd Essen kochte, habe er mit einem Messer mehrmals auf sie eingestochen.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft tötete der Mann seine Frau, um die Familienehre zu retten. Er sei davon ausgegangen, dass sie fremdgehe, weil sie häufig das Haus verlassen und einen Deutschkurs besucht habe.

Nach seinen eigenen Angaben vor Gericht war der Mann mit 14 Jahren mit der 10 Jahre älteren Frau verheiratet worden. 2014 flüchtete das Paar mit den sieben Kindern aus dem irakischen Sindschar vor der Terrormiliz IS nach Deutschland.

In der arrangierten Ehe soll es laut Anklage viel Streit gegeben haben, der Mann habe seine Frau mehrmals geschlagen. Er erklärte vor Gericht, seine Frau umgebracht zu haben, weil sie eingeräumt habe, ihm jahrelang etwas ins Wasser gemischt zu haben, um Dämonen zu vertreiben. Der Prozess geht am Freitag weiter. Bis zum 26. Oktober hat das Landgericht mehrere Verhandlungstage angesetzt.

dpa


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