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Ein Arzt zeigt einen Tuberkulose-Fall anhand eines Röntgenbildes.

Ein Arzt zeigt einen Tuberkulose-Fall anhand eines Röntgenbildes. © Gregor Fischer/Archiv

Gesundheit

Etwas mehr Tuberkulose-Erkrankungen in Brandenburg

Die Zahl der Tuberkulose-Erkrankungen ist in Brandenburg leicht gestiegen. Im vergangenen Jahr litten 167 Menschen im Land an der hochgefährlichen Infektionskrankheit, vier mehr als 2015. Im laufenden Jahr erkrankten 37 Menschen, wie das Gesundheitsministerium Brandenburg in Potsdam mitteilte.

Potsdam. Todesfälle gab es demnach in den vergangenen zwei Jahren jeweils einen. Besonders betroffen von Tuberkulose seien junge Kinder und Säuglinge sowie ältere Menschen, die über ein schwächeres Immunsystem verfügen.

Für ganz Deutschland geht der Trend nach oben: Im vergangenen Jahr registrierte das Robert-Koch-Institut 5915 Erkrankungen. 2015 seien es 5852 gewesen. Damit sind die Zahlen nach einem Tiefststand im Jahr 2012 (4112 Fälle) deutlich angestiegen. "Es gibt einen Zusammenhang mit der aktuellen Zuwanderung", sagte RKI-Infektionsforscherin Lena Fiebig. "Migration ist aber nicht die Ursache von Tuberkulose, das Bakterium ist es", ergänzte sie. "Es ist sehr ungleich in der Welt verteilt, aber es kommt auch in Deutschland vor."

Weltweit gibt es jährlich 1,8 Millionen Todesfälle durch Tuberkulose, wie die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung anlässlich des Welt-Tuberkulose-Tages (24. März) in Hannover mitteilte. Das mache Tuberkulose zur tödlichsten Infektionskrankheit weltweit.

dpa


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