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Polizeifahrzeuge stehen vor dem Landgericht in Verden.

Polizeifahrzeuge stehen vor dem Landgericht in Verden. © Carmen Jaspersen/Archiv

Urteile

Ehefrau erstochen: Mann muss acht Jahre ins Gefängnis

Wegen der Tötung seiner Ehefrau ist ein 42-jähriger Familienvater vom Landgericht Verden zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden. Wie die Gerichtssprecherin am Donnerstag sagte, sah es die Kammer als erwiesen an, dass der Iraker seine 52 Jahre alte Frau Anfang März zu Hause in Scheeßel im Kreis Rotenburg mit einem Messer erstochen hat.

Verden. Das Gericht wertete die Tat als Totschlag.

Nachdem eine Gutachterin festgestellt hatte, dass der Mann zur Tatzeit eine wahnhafte Störung hatte, war auch die Staatsanwaltschaft vom Vorwurf des Mordes abgerückt. Die Anklagebehörde hatte jüngst eine Verurteilung zu neun Jahren und sechs Monaten Haft wegen Totschlags gefordert. Die Verteidigung plädierte am Donnerstag auf acht Jahre Haft.

Der irakische Staatsbürger, dem vor Gericht ein Dolmetscher zur Seite stand, war 2014 mit seiner Frau und sieben Kindern aus dem irakischen Sindschar vor der Terrormiliz IS nach Deutschland geflohen. Die Ehe soll arrangiert gewesen sein, das Paar soll viel gestritten haben. Der Mann hatte mit einem Messer mehrfach auf seine Frau eingestochen, als sie am Herd stand, um Essen zuzubereiten. Sie starb kurze Zeit später. Aus Sicht der Kammer war der Mann wegen der wahnhaften Störung vermindert schuldfähig. Da das Gutachten keine ausreichend hohe Wahrscheinlichkeit feststellte, dass er neue schwere Straftaten begeht, kam die Unterbringung in einer Psychiatrie nicht in Frage.

dpa


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