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Die Kulturpflanze «Durchwachsene Silphie» neben einem Maisfeld.

Die Kulturpflanze «Durchwachsene Silphie» neben einem Maisfeld. © Jens Dauber/Archiv

Agrar

"Durchwachsene Silphie": Wunderpflanze oder Mythenträgerin?

Ist die "Durchwachsene Silphie" der neue Star in der Landwirtschaft? Zumindest fällt der Name dieser aus der nordamerikanischen Prärie stammenden Pflanze immer häufiger, wenn es um erneuerbare Energien und um eine nachhaltige Landwirtschaft geht.

Braunschweig. Forscher wie Jens Dauber vom Thünen-Institut für Biodiversität in Braunschweig sehen in der Pflanze, die von Juli bis September blüht, eine gute Ergänzung zu dem in Verruf geratenen Mais. Vor allem, weil ein Projekt mit 15 verschiedenen Praxisbetrieben in Niedersachsen erfolgreich verlief.

Auch im Bundeslandwirtschaftsministerium in Berlin verspricht man sich viel von Silphie. Sie könne als Ergänzung zum Silomais einen Beitrag zur Anbau-Diversifizierung bei der Biomasse und damit zur Vermeidung negativer ökologischer Effekte von Monokulturen leisten. Als Energiepflanze also eine echte Alternative für die nach Ministeriumsangaben rund 9000 Biogasanlagen in Deutschland.

Bis zur Ernte dient die Silphie auch den Honigbienen als ideale Nahrung von Pollen und Nektar. "Gerade in dieser Zeit bekommen Blütenbesucher in der Agrarlandschaft fast keine Nahrung", sagt der Präsident des Deutschen Imkerbunds Peter Maske. Dennoch warnt Wissenschaftler Dauber davor, von einer Wunderpflanze zu sprechen. Daraus entstehe oft eine Mythenbildung, der die Pflanze langfristig eventuell nicht gerecht werde.

dpa


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