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Erdgasförderanlage.

Erdgasförderanlage. © Daniel Reinhardt/Archiv

Energie

Deutsche Erdgasbranche will mehr Förderprojekte anpacken

Trotz einer gesunkenen deutschen Erdgas-Produktion 2016 will die Branche bislang zurückgestellte Förderprojekte angehen. "Wir sind bereit, der heimischen Förderung eine neue Perspektive zu geben", sagte Martin Bachmann, Vorstandschef des Bundesverbandes Erdgas, Erdöl und Geoenergie (BVEG), am Donnerstag in Hannover.

Hannover. Nach "Jahren in der Warteschleife" lägen Milliarden-Investitionen auf Eis. Hintergrund seien Debatten über gesetzliche Fracking-Regelungen sowie niedrige Gas- und Ölpreise. 2016 sei die deutsche Erdgas-Produktion auf 7,9 (2015: 8,6) Milliarden Kubikmeter deutlich gesunken.

Seit Mitte Februar 2017 sind neue Regelungen in Kraft. Dabei geht es auch um Fracking - eine umstrittene Methode, bei der eine Flüssigkeit unter hohem Druck in die Erde gepresst wird, um Gesteinsschichten aufzubrechen, zwischen denen sich Öl oder Gas befinden. Kritiker sehen Gefahren für das Grundwasser durch die dabei eingesetzten Chemikalien. Die neuen Regeln verbieten Fracking - erlaubt sind allerdings vier Probebohrungen zu Forschungszwecken, denen das jeweilige Bundesland zustimmen muss.

Allein im vergangenen Jahr verloren den Angaben zufolge mehr als 1000 Spezialisten in der Branche ihren Arbeitsplatz. Insgesamt beschäftigten die BVEG-Mitgliedsunternehmen 2016 knapp 8700 Menschen - nach rund 9800 ein Jahr zuvor. Immer noch deckten Erdgas und Erdöl mehr als die Hälfte des deutschen Primärenergie-Verbrauchs, betonte Bachmann. Details zu den bislang zurückgestellten Förderprojekten wurden zunächst nicht genannt.

dpa


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