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Niedersachsen Den Niedersachsen fehlen im Schnitt 28 305 Euro
Nachrichten Niedersachsen Den Niedersachsen fehlen im Schnitt 28 305 Euro
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13:01 29.06.2017
Sucht und Arbeitslosigkeit sind häufige Gründe für leere Taschen.  Quelle: dpa-tmn
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Hannover - 

 Arbeitslosigkeit gilt in Niedersachsen wie auch in anderen Bundesländern als größter Auslöser für eine Überschuldung. Das geht aus einer Studie hervor, die das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag vorstellte. Die Schulden der 92 360 Niedersachsen, die eine Schuldnerberatungsstelle aufgesucht haben, lagen im Schnitt bei 28 305 Euro. Auffallend dabei: Zwischen Harz und Nordseeküste haben Männer mit durchschnittlich 33 028 Euro weitaus mehr Schulden angehäuft als Frauen (23 080 Euro).

 

Bundesweit waren Arbeitslosigkeit (21 Prozent), Sucht, Erkrankung oder Unfall (zusammen 15 Prozent) und Trennung, Scheidung oder Tod des Partners (zusammen 13 Prozent) die wichtigsten Auslöser für hohe Schulden. Nicht einmal jeder Zehnte (8 Prozent) ist überschuldet, weil er mit seiner Selbstständigkeit gescheitert ist.

 

Die beratenen Schuldner benötigten mehr als ein Drittel ihres durchschnittlichen Einkommens für Wohnkosten, wie die Statistiker erklärten. Schuldner in Deutschland müssen im Schnitt zehn Wochen auf eine professionelle Beratung warten - in besonders schweren Fällen kann dies zu spät sein. Für Menschen in finanziellen Schwierigkeiten ist schnelle Hilfe wichtig, da oft Zahlungsfristen und Mahnungen mit weiteren Gebühren im Raum stehen.

Von krueger.ralf

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