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Niedersachsen Darum schwimmen rund 200 Mutige durch die kalte Aller
Nachrichten Niedersachsen Darum schwimmen rund 200 Mutige durch die kalte Aller
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17:22 09.02.2019
Teilnehmer des Aller Winter-Fackel-Schwimmen treiben in lustigen Kostümen in Fluss Aller bei Celle. Quelle: dpa
Celle

Rund 200 Mutige in Neoprenanzügen sind am Sonnabend in Celle in die Aller gestiegen, um rund vier Kilometer mit der Strömung zu schwimmen. Mit teils auffälligen Kopfbedeckungen und selbst gebastelten Wassergefährten nahmen die Frauen und Männer am Aller-Winter-Fackelschwimmen teil, wie Mathias Dannenberg von der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) in Celle sagte.

Veranstaltung findet seit mehr als 50 Jahren statt

Die Veranstaltung wird seit mehr als 50 Jahren vom örtlichen DLRG-Club organisiert. „Viele basteln sich extravagante Wassergefährte, die bunt beleuchtet und bemalt sind“, sagte Dannenberg. Darauf transportierten einige Schwimmerinnen und Schwimmer warme Getränke und Essen, um sich während des mehr als einstündigen Aufenthalts im Wasser zu stärken. Viel Schwimmkraft brauchen die Teilnehmenden Dannenberg zufolge nicht, denn die Strömung treibt sie.

Kurz vor dem Ziel gibt es für die Schwimmer an einer am Ufer aufgebauten Station warmen Tee und eine brennende Fackel. „Sie lassen sich dann mit den Fackeln treiben“, berichtete der DLRG-Sprecher. „Die Schwimmer schwimmen in die Dämmerung hinein. Fürs Ambiente gibt es die Fackeln.“

Auszeichungen für bestimmte Gruppen

Zum Abschluss der Veranstaltung prämiert die DLRG die größte Gruppe, die weiteste Anreise und das ungewöhnlichste Wassergefährt. Alle Teilnehmer erhalten zudem eine Urkunde und eine Tasse.

Das Fackelschwimmen entstand 1966 aus einer Idee der damaligen DLRG-Tauchertruppe, die im Winter Kondition trainieren und neue Ausrüstung testen wollte. In den ersten Jahren waren nur Mitglieder der DLRG-Ortsgruppe dabei, später kamen unter anderem Feuerwehrleute und Mitglieder von Tauchclubs dazu.

Von RND/dpa