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Carolin Emcke. Foto: Holger Hollemann

Carolin Emcke. Foto: Holger Hollemann

Politik

Carolin Emcke buchstabiert Demokratie: A wie Amerika

Angesichts demokratiefeindlicher Strömungen in vielen Ländern will Friedenspreisträgerin Carolin Emcke (50) das "ABC der Demokratie" in einer neuen Gesprächsreihe ergründen.

Hannover. Zum Auftakt empfing die Autorin am Dienstag in Hannover den Schriftsteller und Fotografen Teju Cole. Das Thema lautete "A - Amerika". Der 42-jährige Sohn nigerianischer Eltern lebt in New York und schreibt Essays für einflussreiche Magazine wie den "New Yorker". Cole sei ihr Wunschgast, betonte Emcke.

"Demokratie lässt sich nicht hetzen", sagte die Gastgeberin. "Wer also hofft, an einem Abend alle Antworten zu bekommen, ist hier falsch." Ziel sei, die altmodische Tugend des Erörterns wiederzubeleben, auch mal auf literarische, impressionistische Weise. Emcke hatte 2016 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten. In ihrem Buch "Gegen den Hass" wendet sich die promovierte Philosophin gegen den nationalistischen und religiösen Fanatismus und setzt dagegen eine Kultur der Vielfalt.

Die neue Reihe im Schauspiel Hannover wird von der Stiftung Niedersachsen gefördert und ist auf fünf bis sechs Jahre angelegt. Die Themen der nächsten Begegnungen lauten "B - Bild", "C - Chronik" und "D - Demokratie". Gesprächspartner sind der Kunsthistoriker Peter Geimer, die Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann sowie die israelische Soziologin Eva Illouz. Bereits seit 2004 moderiert Carolin Emcke die monatliche Talk-Reihe "Streitraum" an der Berliner Schaubühne mit wechselnden Themen und jeweils mehreren Gästen.

dpa


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