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«Toxic» steht auf einem Hinweisschild an einer Bohrstelle.

«Toxic» steht auf einem Hinweisschild an einer Bohrstelle. © Philipp Schulze/Archiv

Umwelt

C-Waffen-Reste in der Heide beschäftigen Behörden

Die Reste von chemischen Waffen in der Lüneburger Heide aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg werden die zuständigen Behörden noch Jahre beschäftigen. Das betrifft nicht nur die Folgen eines Unglücks mit C-Waffen im Jahre 1919 bei Munster, sondern auch den sogenannten Dethlinger Teich nur wenige Kilometer südlich.

Munster. In dem 1952 zugeschütteten Gewässer sollen sich gewaltige Munitionsmengen befinden. "Das könnte eine der größten Altlasten chemischer Kampfstoffe in Deutschland sein", sagte Carsten Bubke, Umwelttechniker des Heidekreises. So seien Abbauprodukte von Lost, also Senfgas, gefunden worden. Bubke beaufsichtigt die laufenden Untersuchungen vor Ort, die Funde sind eine Hinterlassenschaft der früheren Luftwaffenmunitionsanstalt der Wehrmacht.

In Deutschland gibt es nach Angaben des Umweltbundesamts auf Basis von Zahlen der Länder rund 260 000 "altlastverdächtige Flächen". Allein in Niedersachsen sind es rund 100 000, hat der "Weser-Kurier" kürzlich berichtet. Dazu gehören aber nicht nur militärische Altlasten. Auf Liegenschaften der Bundeswehr sind dem Verteidigungsministerium 8500 Flächen mit Kontaminationsverdacht bekannt, wie eine Sprecherin mitteilte. Davon seien nur 270 den Rüstungsaltlasten zuzuordnen. Kontaminationen mit chemischen Kampfstoffen seien bei von der Bundeswehr genutzten Liegenschaften nur in Munster bekannt. Eine bundeseigene Firma reinigt dort jedes Jahr rund 5000 Tonnen des verseuchten Erdbodens und entsorgt auch andere Altlasten aus dem Bundesgebiet.

dpa


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