Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Bremen geht gegen sexistische Werbung vor
Nachrichten Niedersachsen Bremen geht gegen sexistische Werbung vor
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:12 04.07.2017
Ein Werbeplakat von Saint Laurent in Paris. Quelle: Christian Böhmer/Archiv
Anzeige
Bremen

Als bislang einziges Bundesland geht Bremen seit rund drei Monaten gegen sexistische Werbung auf öffentlichen Werbeflächen des Landes und der Stadtgemeinde vor. Dafür hat der Senat ein spezielles Verfahren beschlossen, mit dem geprüft werden kann, ob Werbebotschaften als frauen- oder männerfeindlich einzustufen sind. Bürgerinnen und Bürger können sich an eine zentrale Beschwerdestelle wenden, wenn sie geschlechtsdiskriminierende Werbung auf öffentlichen Werbeflächen sehen. Seit dem Senatsbeschluss im April hat die zuständige Stelle sieben Hinweise bearbeitet - betroffen waren allerdings keine öffentlichen Werbeflächen des Landes.

"Alle waren außerhalb des Geltungsbereiches", sagte Susanne Gieffers von der Bremischen Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau (ZGF). Dennoch schrieb die ZGF die Verantwortlichen an und bat darum, die Werbung zu entfernen. Reaktionen darauf seien selten. "In der Regel hören wir nichts mehr von den Unternehmen."

Das neue Verfahren gegen sexistische Werbung hält Gieffers für wichtig. "Wir merken, dass es eine höhere Sensibilität gibt", sagt sie. Eine zunehmende Zahl von Menschen sei nicht mehr bereit, herabwürdigende Werbung hinzunehmen.

Die Leitlinien, die seit April in Bremen gelten, entsprechen den Grundsätzen des Deutschen Werberats gegen Herabwürdigung und Diskriminierung von Personen. Demnach soll Werbung keine Aussagen oder Darstellungen verwenden, die Personen wegen ihres Geschlechts oder anderer Merkmale diskriminiert. Im Juni hat die Gleichstellungs- und Frauenministerkonferenz (GFMK) der Länder die Bundesregierung aufgefordert, Maßnahmen gegen sexistische Werbung auf den Weg zu bringen. Einen entsprechenden Antrag hatte Bremens Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) eingebracht. Ihr zufolge kann der Deutsche Werberat als freiwillige Selbstkontrolle der Werbewirtschaft sexistische Werbung zwar rügen, aber nicht dafür sorgen, dass die beanstandeten Motive entfernt werden.

dpa

Das Josef-Hospital Delmenhorst sieht die qualifizierte Leichenschau als nötige Maßnahme, um Klinikmorde zu verhindern. Die Klinik hat sie als Reaktion auf die Mordserie des Krankenpflegers Niels H.

04.07.2017

Ein Mehrfamilienhaus in Weyhe im Landkreis Diepholz hat am Montag gebrannt. Die Bewohner, die in dem Haus waren, seien unverletzt ins Freie gekommen, sagte ein Sprecher der Polizei Diepholz.

03.07.2017

Zwei Wochen nach den Brandanschlägen auf Gleise in Bad Bevensen und mehreren anderen deutschen Städten ermittelt seit Freitag die Bundesanwaltschaft zu den Vorfällen.

03.07.2017
Anzeige