Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Braunschweig fürchtet Picknick-Flashmob
Nachrichten Niedersachsen Braunschweig fürchtet Picknick-Flashmob
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:15 28.07.2009
Abgelehnt: Die Stadt will keine Party auf dem Schlossplatz. Quelle: Wilde

VON HEIKO RANDERMANN UND DIRK RACKE
Dirk Schadt, der sich „Lord of Cork“ nennen darf, weil er ein 30 mal 30 Zentimeter großes Stück Land in der irischen Grafschaft besitzt, wollte ein Picknick veranstalten. Nicht das erste Mal – vor zwei Jahren kamen 70 Picknicker und schmierten sich vor dem Schloss ihre Brötchen. Nach einer Stunde war Schluss, die Polizei hat es nicht einmal mitbekommen.

Als Lord Schadt nun im Internet wieder zum Picknick aufrief, reagierte das Ordnungsamt aber äußerst pikiert. Denn erst im Juni hatte ein ähnlicher „Flashmob“-Aufruf zu einer Riesenparty auf Sylt geführt. 5000 Partygäste stürmten die Insel und hinterließen Sachbeschädigungen in Höhe von 20.000 Euro. Initiator Dirk Stüber wartet jetzt auf seinen Prozess.

So weit wollte es das Braunschweiger Ordnungsamt nicht kommen lassen. Schadt wurde zum Ordnungsamt zitiert, wo er aufgefordert wurde, das besagte Picknick am 8. August von 16 bis 18 Uhr sofort abzusagen. Eine Aufforderung, der Schadt seither im Internet mit großem Eifer nachkommt – versehen mit der Warnung, jeder Braunschweiger, der eine Decke ausbreite, etwas esse oder mit Freunden plaudere werde „voraussichtlich mit Polizeigewalt daran gehindert“.

Doch die Polizei wiegelt ab: „Wir sehen dem gelassen entgegen“, meinte Sprecher Wolfgang Klages gestern. Es werden schon nicht so schlimm kommen wie auf der Insel, und das aus einem einfachen Grund: „Braunschweig ist nicht Sylt“, so Klages.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Bundesumweltministerium ist gegen ein baldiges Wiederhochfahren des Atomkraftwerks Emsland in Lingen. Dies geht aus einem Schreiben des Ministeriums an das niedersächsische Landesumweltministerium in Hannover vom Montag hervor.

28.07.2009

Der bei weitem größte Teil der radioaktiven Abfälle im Atommülllager Asse kommt nach offiziellen Angaben aus süddeutschen Kernkraftwerken.

28.07.2009

Aus Geldnot hat eine 24-jährige Frau aus Helmstedt eine 87 Jahre alte Rentnerin ermordet. Die junge Frau hat die Tat inzwischen gestanden, gegen sie wurde Haftbefehl wegen Mordes erlassen.

28.07.2009