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Niedersachsen BfS-Gutachten empfiehlt Räumung von Asse
Nachrichten Niedersachsen BfS-Gutachten empfiehlt Räumung von Asse
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19:59 14.01.2010
Risse im Bergwerk: In der Asse, einem ehemaligem Salzstock, lagert Atommüll. Quelle: ap

Hannover. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) empfiehlt laut einem Medienbericht, den gesamten Atommüll aus der einsturzgefährdeten Schachtanlage Asse herauszuholen. Anschließend sollen demnach die rund 126.000 Fässer mit leicht- und mittelradioaktivem Atommüll im Schacht Konrad, einem stillgelegten Eisenerz-Bergwerk in Salzgitter, endgelagert werden. Das geht aus dem mit Spannung erwarteten Gutachten des BfS hervor, das am Freitag bekanntgegeben werden soll und das dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Freitagausgabe) vorliegt.

Die Rückholung des Atommülls stelle „die einzige sicher umsetzbare“ Alternative dar, heißt es laut dem Bericht in der 225-seitigen Expertise. Die Behörde rate der Politik zu größter Eile, angesichts des „prekären Zustands der Grube“ Asse. Mit den Arbeiten solle „schnellstmöglich“ begonnen werden. Die Behörde rechnet mit einem Zeitaufwand von etwa zehn Jahren.

Das BfS hatte drei Stilllegungsoptionen verglichen. Neben der Ausräumung der Grube standen das Umlagern der Müllfässer in tiefere Schichten sowie das Einbetonieren des Atommülls mit anschließendem Fluten des Bergwerks zur Debatte. Über die Kosten der Aktion schweige sich das BfS aus, heißt es in dem Zeitungsbericht.

In einem Gutachten des Essener Ingenieur- und Consultingunternehmens DMT und des Tüv Nord werden sie mit über zweieinhalb Milliarden Euro beziffert - bei einem Zeitbedarf von nur knapp acht Jahren.

BfS-Präsident Wolfram König will am Freitag in Hannover erste Ergebnisse eines Vergleichs von drei Optionen zur Stilllegung der Asse vorstellen. ap

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