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Niedersachsen Bewährungsstrafe nach tödlichem Eisdielen-Unfall
Nachrichten Niedersachsen Bewährungsstrafe nach tödlichem Eisdielen-Unfall
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17:12 08.03.2017
Der Haupteingang des Amtsgerichts in Bremervörde. Quelle: Carmen Jaspersen/Archiv
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Bremervörde

Nach dem tödlichen Eisdielen-Unfall in Bremervörde ist die 61-jährige angeklagte Autofahrerin zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten verurteilt worden. Die Frau habe sich der fahrlässigen Tötung, der fahrlässigen Körperverletzung und der fahrlässigen Straßenverkehrsgefährdung schuldig gemacht, urteilte am Mittwoch das Amtsgericht Bremervörde.

Ihren Führerschein, der schon nach dem Unfall im Juli 2015 eingezogen worden war, muss die Frau für zwei weitere Jahre abgeben und eine Geldstrafe von 1200 Euro zahlen. Die Angeklagte war mit ihrem Auto in ein Eiscafé gerast. Ein 2-jähriger Junge und ein 65 Jahre alter Mann starben, mehrere Menschen wurden schwer verletzt.

Der Richter sah es als erwiesen an, dass die Frau vor dem Unfall einen epileptischen Anfall erlitten hatte. Er warf ihr vor, ihre Medikamente nicht konsequent eingenommen zu haben. Aufgrund ihrer Krankengeschichte hätte sie ihm zufolge wissen können, dass sie nicht fahrtüchtig war.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und vier Monaten gefordert. Zwei Nebenkläger schlossen sich dem Antrag der Staatsanwaltschaft an, der dritte wollte sich nicht auf ein Strafmaß festlegen. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Mit dem Unfall beschäftigt sich das Amtsgericht Bremervörde noch in einem weiteren Verfahren. Drei mutmaßliche Gaffer sollen die Arbeit der Einsatzkräften massiv behindert haben. Dieser Prozess war am Dienstag erneut unterbrochen worden.

dpa

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