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Niedersachsen EZB-Geldpolitik mindert Optimismus
Nachrichten Niedersachsen EZB-Geldpolitik mindert Optimismus
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16:54 29.08.2018
KRITISCHE WORTE: Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) lasse die Zinserträge weiter schmelzen, warnt der Sparkassenverbandspräsident Thomas Mang.   Quelle: Foto:
Hannover

Die Niedrigzinsen schlagen durch – auch beim Sparkassenverband Niedersachsen. Als Folge der EZB-Geldpolitik werde das Betriebsergebnis schmelzen, lautet die Prognose von Präsident Thomas Mang. Statt der 903,5 Millionen Euro des Vorjahres sei ein Plus von 800 Millionen Euro wahrscheinlich.

„Das tut weh“, gibt Mang zu. Schließlich sei Deutschland derzeit „ein Hort der Stabilität und Prosperität“. Gute Konjunktur und innovative Standards der 42 niedersächsischen Sparkassen sorgten für ein gutes Kundengeschäft. Kredite sind gefragt, der Wohnungsbau zeige weiter Dynamik, die Kundeneinlagen steigen – ebenso die Provionserlöse.

Auf der anderen Seite aber wachsen die Kosten. „Es wird von Jahr zu Jahr schwieriger, Reserven zu bilden“, mahnt Mang. In diesem Jahr gelinge das wohl, da es kaum Risiko im Kreditgeschäft gebe. Die Sparkassen müssten erheblich in Mitarbeiter-Weiterbildung, Digitalisierung und IT-Systeme investieren.

2018, so der Anspruch, soll das Jahr der Innovationen sein. Verbandsgeschäftsführer Guido Mönnecke setzt auf immer mehr Bezahlvarianten. Erstmals hätten Sparkassen-Kunden in Niedersachsen mehr Online-Konten als traditionelle. Das Smartphone als Geldbörse sei so fast so selbstverständlich wie die Geldsendefunktion Kwitt. Die Internet-Filiale werde in jedem Monat fast eine Milliarde Mal aufgerufen.

Rekorddaten – doch Mang beobachtet besorgt die Weltwirtschaft. Die würde beherrscht durch drei Ts: Trump, Türkei und Theresa (May). Der US-Präsident bringe mit seiner „Tweetologie“ immer mehr durcheinander.

 

Von Vera König

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