Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Beluga-Prozess: Gericht will Steuerberater als Zeugen laden
Nachrichten Niedersachsen Beluga-Prozess: Gericht will Steuerberater als Zeugen laden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:11 06.09.2017
Der Ex-Chef der Reederei Beluga Shipping, Niels Stolberg. Quelle: Mohssen Assanimoghaddam/Archiv
Bremen

Für den bereits seit Januar 2016 laufenden Prozess wurden am Mittwoch neue Verhandlungstermine bis November anberaumt.

Unklar ist, ob der Steuerberater aussagen oder von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen wird, denn er ist selbst vor dem Landgericht im Zusammenhang mit Beluga wegen mutmaßlicher Beihilfe zum Kreditbetrug angeklagt. Der Mann gilt als eine Schlüsselfigur. Stolbergs Verteidiger Bernd Groß verspricht sich von ihm weitere Aufklärung über das komplexe Finanzierungssystem für den Neubau von Beluga-Schiffen.

Die Wirtschaftsstrafkammer will auch entscheiden, ob außer Stolberg alle Angeklagten an jedem Verhandlungstag erscheinen müssen, oder erneut eine Teilbeurlaubung möglich ist. In dem Prozess geht es seit über 50 Verhandlungstagen um Kreditbetrug, Betrug, Untreue und Bilanzfälschung. Die Beluga-Reederei ging 2011 in Insolvenz. Stolberg hatte damals mit Finanzhilfe vieler Banken neue Schiffe bauen lassen und 2010 einen US-Investor ins Boot geholt, der ihn später anzeigte.

Das Gericht schlug im Juli nach Zwischenberatungen für den schwer erkrankten Stolberg (56) eine Haftstrafe zwischen drei Jahren und sechs Monaten und drei Jahren und neun Monaten vor. Das lehnte die Verteidigung als "völlig überzogen" ab. Die drei Mitangeklagten müssen nach dem Vorschlag mit Bewährungsstrafen von maximal einem Jahr und zehn Monaten rechnen.

dpa

Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt nach einer umstrittenen Auftragsvergabe des niedersächsischen Sozialministeriums gegen den Chef eines Forschungsinstituts.

06.09.2017

Um den gewaltsamen Tod eines Wolfes im Schwarzwald aufzuklären, will der Naturschutzbund (Nabu) Baden-Württemberg eine Belohnung aussetzen. Die Höhe solle sich zwischen 2000 bis 5000 Euro bewegen, sagte der Landesvorsitzende Johannes Enssle am Mittwoch in Stuttgart.

06.09.2017

Nach dem Preistief vor allem für Milch und Schweinefleisch im vergangenen Jahr sehen Europas Landwirte deutlich optimistischer in die Zukunft. Die Bauern beurteilten die Geschäftsentwicklung der kommenden zwölf Monate zuversichtlicher, es bestehe Hoffnung auf steigende Preise für bessere Getreidequalitäten, sagte Reinhard Grandke, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), am Mittwoch in Hannover.

06.09.2017