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Eine Frau sortiert bunt gefärbte Eier in Eierkartons.

Eine Frau sortiert bunt gefärbte Eier in Eierkartons. © Carmen Jaspersen/Archiv

Brauchtum

Behörden untersuchen Qualität von bunten Ostereiern

Fertig gefärbte, hartgekochte Hühnereier stehen im Supermarkt-Regal meist direkt neben den frischen Eiern. Doch die Qualität der Ware ist in den Vorjahren oft nicht die beste gewesen. Hat sich dieses Jahr zu Ostern etwas verbessert?

Oldenburg. Die Behörden untersuchen derzeit die Qualität von gefärbten, hartgekochten Eiern - bei Proben im Vorjahr war in Niedersachsen zehn Prozent der Ware vor Ablaufdatum verdorben. 40 Proben mit je 30 Eiern werden im niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit geprüft, teilte Sprecherin Hiltrud Schrandt mit.

Die bunten Eier werden auf Geschmack, Geruch und Aussehen untersucht, insbesondere kurz vor Ablauf des Haltbarkeitsdatums. Erste Ergebnisse soll es in der Woche vor Ostern geben. "Bei der Einlieferung sah es besser aus als in den vergangenen Jahren", sagte die Behördensprecherin.

2016 waren bei zwölf Proben-Partien 33 von 360 Eiern zum Ablaufdatum verdorben, das waren rund zehn Prozent. Einige wenige wurden auch schon vorher als faulig eingestuft. In den Vorjahren waren die Ergebnisse ähnlich.

Bei den bunten, gekochten Eiern ist die Festlegung des Mindesthaltbarkeitsdatums dem Lebensmittelunternehmen überlassen. Aufpassen sollten Verbraucher, dass die Schale nicht durch Löcher oder Risse beschädigt ist. Bei Eiern mit defekter Schale sei die Gefahr groß, dass sie vor Ablauf des Haltbarkeitsdatums verdorben seien, hieß es vom Landesamt für Verbraucherschutz. Durch die Färbung falle die defekte Schale aber oft nicht auf.

Die Verbraucherzentrale Bremen wies darauf hin, dass es für den Handel keine Vorschrift gebe, diese Eier gekühlt aufzubewahren, obwohl das die Haltbarkeit verbessern würde.

Auch gebe es bei den gefärbten anders als bei frischen Eiern keine Informationen dazu, aus welcher Hühner-Haltungsform sie kommen, sagte Regina Aschmann von der Verbraucherzentrale. "Es ist davon auszugehen, dass der größte Teil aus sogenannter ausgestalteter Käfighaltung stammt", sagte Aschmann.

Solche Eier müssten im Handel ungefärbt mit einer 3 gekennzeichnet sein. Sie seien in den Geschäften aber nicht zu finden, weil die Verbraucher sie nicht haben wollten, sagte Aschmann. Die Verbraucherzentrale forderte, der Gesetzgeber müsse bei bunten Eier ebenfalls die Kennzeichnung vorschreiben.

dpa


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