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Der CDU-Abgeordnete Helmut Dammann-Tamke.

Der CDU-Abgeordnete Helmut Dammann-Tamke. © Holger Hollemann/Archiv

Agrar

Bauernverband: Verbot von Schwanzkürzen bei Schweinen ist Symbolik

Eine neue Studie zum Verzicht auf das Schwänzekupieren bei Schweinen löst bei CDU und Bauernverband Vorbehalte gegen entsprechende Vorgaben der Landesregierung aus.

Hannover. Die Untersuchung der Tierärztlichen Hochschule Hannover wurde am Mittwoch im Agrarausschuss des Landtags präsentiert. Sie war im Rahmen des Niedersächsischen Tierschutzplans durchgeführt worden, um vorbeugende Maßnahmen zu erproben.

Das Landvolk forderte als Voraussetzung für amtliche Vorgaben eine praxisnahe Forschung, die sichere Lösungen für das Problem anbietet. Entsprechende Ansätze müssten zur Praxisnähe gebracht werden - ein vorschneller Ausstieg aus der bisherigen Praxis wäre sonst reine Symbolpolitik und führte zu deutlich höherem Tierleid. Schweinemäster amputieren den Schweinen bisher die Schwänze, um zu verhindern, dass sie sich aus Langeweile in engen Ställen gegenseitig die Schwänze anfressen. Das Schwanzkürzen ist eigentlich durch eine EU-Richtlinie verboten, in Deutschland aber durch Ausnahmegenehmigungen erlaubt.

Der CDU-Abgeordnete Helmut Dammann-Tamke kritisierte, dass es in den 15 Versuchsdurchgängen der Ende 2011 in Auftrag gegebenen jüngsten Studie nur einmal gelungen sei, dass mindestens 70 Prozent der Tiere mit einem unversehrten Ringelschwanz zum Schlachthof geliefert werden konnten. Teils seien über 90 Prozent der Tiere während der Mast am Schwanz verletzt worden. Der Abgeordnete betonte: "Die Studie belegt sehr deutlich, dass auch unter großen Anstrengungen und besonderer Beobachtung der Tierbestände das sogenannte Schwanzbeißen massiv auftreten kann."

dpa


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