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Störfall

Atomkraftwerk Lingen vom Netz getrennt

Das Atomkraftwerk Emsland in Lingen wurde am Freitagmittag nach Angaben des niedersächsischen Umweltministeriums "vorsorglich zur Fehlersuche" vom Netz getrennt. Anlass sei eine durch Messgeräte festgestellte Kleinstleckage, teilte das Ministerium in Hannover mit.

Lingen. Radioaktivität sei bei dem Vorfall nicht ausgetreten. Über das weitere Vorgehen werde in Abstimmung mit dem Umweltministerium entschieden. Bereits in den vergangenen Monaten hatten sich Proteste gegen den Betrieb des Kraftwerks und der benachbarten Brennelementefabrik ausgeweitet. Ein Ende November auf den Weg gebrachter Appell zur Schließung der Anlagen wird nach Angaben von Bürgerinitiativen mittlerweile von 120 Organisationen und Verbänden getragen. In ihrer Resolution beklagen die Umweltschützer, dass das AKW noch bis 2022 weiterlaufen darf. Die Brennelementefabrik habe sogar eine zeitlich nicht befristete Betriebsgenehmigung. Beide Atomanlagen in Lingen seien inzwischen altersschwach.

In der vom französischen Konzern Areva betriebenen Fabrik wird angereichertes Uran zu Pulver gestampft und zu tablettenförmigen Pellets gepresst. Diese werden dann in Rohre gefüllt und zu Brennelementen für Atomkraftwerke montiert. Zum Jahrestag der Reaktor-Katastrophen von Tschernobyl am 26. April will der Elternverein Restrisiko Emsland Mahnwachen in Lingen abhalten.


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