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Der Eingangsbereich des Landgerichts Oldenburg.

Der Eingangsbereich des Landgerichts Oldenburg. © Carmen Jaspersen/Archiv

Prozesse

Angeklagter gesteht Tötung seiner Ehefrau

Im Prozess um den Mord an einer fünffachen Mutter vor dem Landgericht Oldenburg hat der angeklagte Ehemann am Freitag die Tat eingeräumt. Über seinen Anwalt erklärte er, er habe wie von Sinnen auf seine Frau eingestochen, wie eine Gerichtssprecherin zum Prozessauftakt sagte.

Oldenburg. Der 37-jährige Angeklagte habe angegeben, keine Erinnerung mehr daran zu haben, wie es zu der Tat im gemeinsamen Haus in Wardenburg (Kreis Oldenburg) gekommen sei. Er habe vor der Tat Alkohol getrunken. Laut Anklage soll der Iraker im Mai dieses Jahres seine gleichaltrige Frau aus niedrigen Beweggründen mit mindestens neun Messerstichen ermordet haben. Demnach wollte der Mann die "Familienehre" wiederherstellen, nachdem seine Frau eine Affäre mit einem anderen Mann gehabt haben soll.

Eine Nachbarin sagte vor Gericht aus, sie sei in der Tatnacht von anhaltenden Frauenschreien aufgewacht. Durch ein Fenster habe sie den Angeklagten mit blutbeflecktem Hemd gesehen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, auf seine auf dem Sofa schlafende Ehefrau mit einem Küchenmesser eingestochen zu haben. Das Opfer sei daraufhin aufgewacht und ins Obergeschoss geflüchtet. Ihr Mann sei ihr hinterhergelaufen und habe weiter auf sie eingestochen. Die Frau starb noch am Tatort.

dpa


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